Tusa Paragon im Test: Rechtfertigen die Gläser den Aufpreis?

225,00 €
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© AmazonTauchmaske in Schwarz und Rot mit blau verspiegelten Gläsern, Schriftzug Paragon, weißer Hintergrund
87 %Oktober 2026Tauchvergleich.de
TESTERGEBNIS

Tusa Paragon im Test: CrystalView-Gläser mit AR und UV420 gegen Cressi und Mares. Lohnt sich der satte Aufpreis oder zahlst du nur für Marketing?

Kirill Seregin
Testbericht von
Aktualisiert am
20.10.2026
Veröffentlicht am
20.10.2026

Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.

Eine Tauchmaske für über 200 Euro wirft sofort die Frage auf, ob sie doppelt so gut taucht wie ein Modell für 90 Euro. Bei der Tusa Paragon, im Handel auch als Tusa M2001 Paragon geführt, stellt sich diese Frage besonders deutlich.

Der Grund: Sitz und Komfort sind bei guten günstigeren Masken längst auf hohem Niveau.

Tusa positioniert die Paragon klar als Profi-Maske: verschraubter Tri-Mix-Rahmen, Freedom Fit II Skirt und vor allem Gläser mit CrystalView-Beschichtung, Antireflex-Schicht und UV420-Schutz. Das ist eine andere Baustelle als bei den meisten Konkurrenten im gleichen Preissegment.

Unser Testurteil nach mehreren Tauchgängen mit der Paragon: Die Optik ist tatsächlich der Unterschied, der zählt. Beim Sitz holt sie gegenüber guten Masken von Cressi und Mares dagegen keinen Vorsprung heraus.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • CrystalView-Gläser mit spürbar mehr Kontrast
  • UV420-Schutz auch bei bewölktem Himmel
  • Verschraubter Tri-Mix-Rahmen extrem robust
  • Fünf-Positionen-Schnallensystem auch mit Handschuhen bedienbar
  • Nachrüstbare Sehstärkegläser erhältlich

Nachteile

  • Rund 100 bis 130 Euro teurer als Cressi und Mares
  • Kein werkseitiges Anti-Beschlag, erste Nutzung beschlägt leicht
  • Passform bietet keinen Vorteil gegenüber günstigeren Masken
  • Tiefe Glasform sammelt Wasser am unteren Rand
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Tauchmaske in Schwarz und Rot mit blau verspiegelten Gläsern, Schriftzug Paragon, weißer Hintergrund
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Die Grundidee der Paragon ist simpel: ein mechanisch extrem stabiler Rahmen kombiniert mit Gläsern, die mehr Licht durchlassen als unbeschichtetes Standardglas. Die Tabelle zeigt die Werte, die diese Idee tragen.

Produktdaten

Die Eckdaten der Tusa Paragon (Modell M2001S) im Überblick.

Produktdaten
RahmenmaterialTri-Mix (PC + Metall + PU)
GlasbeschichtungCrystalView AR + UV420
LichttransmissionBis zu 95 % (Hersteller)
Skirt-MaterialSilikon, Freedom Fit II
SchnallensystemQuick-Adjust, 5 Positionen
Glasanzahl2 (Dual-Lens)
Sehstärke nachrüstbarJa (MC2001SA)
Farboptionen8 Varianten

Varianten der Tusa Paragon

Die Paragon gibt es in acht Farboptionen, alle mit identischer Technik.

Varianten der Tusa Paragon
Schwarz/Rot (getestet)Schwarzer Skirt, roter Rahmenakzent
Schwarz/SchwarzKomplett schwarze Ausführung
Schwarz/OrangeSchwarzer Skirt, orange Akzente
Schwarz/GelbSchwarzer Skirt, gelbe Akzente
Weiß/WeißWeißer Skirt und Rahmen
Schwarz/Blau (Fishtail)Schwarzer Skirt, blaue Akzente

Optik & Gläser

Der Kern des Tests ist die Beschichtung der Gläser. CrystalView-Glas soll laut Hersteller bis zu 95 Prozent des verfügbaren Lichts durchlassen, während unbeschichtetes Standardglas je nach Fertigungsqualität 10 bis 15 Prozent verliert.

Im Wasser merkt man das an Farbkontrast und Schärfe, besonders bei flachem Streulicht am frühen Nachmittag. Die AR-Schicht reduziert dabei interne Spiegelungen, die bei normalem Glas gerade auf hellen Sandflächen auffallen.

Bei unserem Sichtvergleich im Pool, Maske gegen Maske mit unbeschichtetem Standardglas unter identischem Deckenlicht, wirkten Rot- und Orangetöne auf einer Testtafel durch die Paragon spürbar kräftiger.

UV420 schützt zusätzlich vor energiereichem sichtbarem Licht (HEV), nicht nur vor klassischem UV. Das ist bei der Paragon ein echter Pluspunkt gegenüber den meisten Masken dieser Preisklasse.

Die Cressi Big Eyes Evolution und die Mares X-Vision arbeiten beide mit unbeschichtetem Standardglas. Im direkten Vergleich wirken Farben durch die Paragon sichtbar satter.

Wichtig zu wissen: Die Beschichtung ersetzt keine getönten Gläser für die Oberfläche. Wer viel an der Wasseroberfläche unterwegs ist, braucht trotzdem eine Sonnenbrille oder ein getöntes Zusatzglas.

Passform & Tragekomfort

Der Freedom Fit II Skirt arbeitet mit unterschiedlichen Silikondicken und abgerundeten Kanten, die Druckstellen im Gesicht reduzieren sollen. Im Test saß die Paragon bei uns dicht, ohne dass wir nachjustieren mussten.

Das Quick-Adjust-Schnallensystem mit fünf Positionen am Winkel-Verstellmechanismus lässt sich auch mit Handschuhen bedienen. Das ist im kalten Wasser ein echter Vorteil gegenüber einfacheren Steckschnallen.

Hier beginnt aber auch die Einschränkung der Angle. Masken wie die Cressi Big Eyes Evolution oder die Mares X-Vision sitzen bei vielen Gesichtsformen genauso gut.

Der Skirt-Komfort ist bei der Paragon nicht schlechter, aber auch nicht nachweisbar besser als bei deutlich günstigeren Modellen mit ähnlich durchdachter Silikongeometrie.

Wer ausschließlich auf Tragekomfort schaut, zahlt den Aufpreis der Paragon also größtenteils für etwas anderes als bessere Passform.

Verarbeitung & Robustheit

Der Tri-Mix-Rahmen besteht aus drei Schichten: ein Polycarbonat-Grundgerüst, ein Metallkern als Querverstrebung und eine PU-Dämpfung (PuRiMaX) an den Stoßkanten. Diese drei Teile sind verschraubt, nicht verklebt.

Das macht sich im Alltag bemerkbar. Ein verschraubter Rahmen lässt sich im Zweifel zerlegen und einzelne Teile austauschen, ein verklebter Kunststoffrahmen bei günstigeren Masken meist nicht.

Die meisten Masken von Cressi und Mares in dieser Preisklasse arbeiten mit einteiligen Kunststoffrahmen ohne Metallverstärkung. Die sind leichter, aber bei einem harten Schlag auf Fels oder Bootskante eher anfällig für Risse am Rahmen.

Für Tauchlehrer oder Vielnutzer, die die Maske mehrmals wöchentlich ein- und auspacken, ist dieser Unterschied über Jahre spürbar.

Rund 225 Euro für eine Tauchmaske (Preis bei Amazon: 225,00 €) ist in diesem Marktsegment die obere Grenze.

Gegenüber der Cressi Big Eyes Evolution (meist 90 bis 110 Euro) und der Mares X-Vision (meist 100 bis 120 Euro) liegt die Paragon etwa 100 bis 130 Euro darüber.

Gerechnet auf eine typische Nutzungsdauer von sechs bis acht Jahren bei regelmäßigem Tauchen bedeutet das einen Aufpreis von grob 15 bis 20 Euro pro Jahr. Das ist überschaubar, wenn man die Maske tatsächlich so lange nutzt.

Die ehrliche Antwort auf die Aufpreis-Frage: Der Mehrpreis ist fast ausschließlich über die Gläser begründet, nicht über Sitz oder Komfort. Wer bei flachem Licht, Höhlentouren oder viel Fotografie unterwegs ist und jeden Kontrastvorteil mitnehmen will, bekommt hier echten Gegenwert.

Wer dagegen primär eine bequeme, zuverlässige Maske für klassische Riff- oder Wracktauchgänge sucht, fährt mit der Cressi Big Eyes Evolution oder der Mares X-Vision preislich besser und verliert an Komfort nichts.

Preis-Leistung

Tiefstpreis: 225,00 €Höchstpreis: 229,00 €Zeitraum 3 M

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

So haben wir getestet

Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, die bei jeder Tauchmaske in dieser Produktklasse gleich bleiben: Optik & Gläser, Passform & Tragekomfort, Verarbeitung & Robustheit und Preis-Leistung, jedes einzeln auf einer Skala von 0 bis 100.

Wir haben die Paragon über fünf Tauchgänge im Freiwasser bei unterschiedlichem Licht eingesetzt, verteilt auf zwei Tauchtage. Dazu kam ein Dichtigkeitstest ohne Maskenband im Pool mit drei verschiedenen Testern.

Für den direkten Sichtvergleich haben wir die Paragon und eine Maske mit unbeschichtetem Standardglas nacheinander unter identischem Deckenlicht gegen eine Farbtesttafel mit roten und orangen Feldern gehalten, aus etwa einem Meter Abstand.

Bei dieser Produktklasse wiegt Optik & Gläser am schwersten, weil es der einzige Bereich ist, in dem sich Profi-Masken wie die Paragon tatsächlich von günstigeren Modellen absetzen. Ein schwacher Wert hier würde den gesamten Aufpreis unbegründet dastehen lassen.

Den Ausschlag für die hohe Note gaben die klar sichtbare Kontraststeigerung durch CrystalView im Tafelvergleich und der stabile, verschraubte Rahmen. Punkte gekostet hat die fehlende werkseitige Anti-Beschlag-Behandlung, die bei diesem Preis eigentlich dazugehören sollte. Grundlage der Bewertung sind ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz und die Herstellerdaten.

Wer statt der Paragon lieber woanders hinschaut, hat in diesem Preissegment durchaus Auswahl, allerdings fast immer mit Kompromissen bei der Glasoptik.

Modell

Unterschied zur Paragon

Für wen

Cressi Big Eyes Evolution

Kunststoffrahmen, unbeschichtetes Glas

Wer primär sparen will

Mares X-Vision

Kunststoffrahmen, größeres Sichtfeld

Wer maximales Panorama sucht

Tusa Paragon S (M1007)

Einglas statt Dual-Lens, keine Sehstärke

Wer ein großzügigeres Sichtfeld ohne Mittelsteg will

Scubapro Synergy Twin

Vergleichbare Preisklasse, anderes Skirt-System

Wer ein Trufit-Skirt bevorzugt

Die Cressi Big Eyes Evolution ist die ehrlichste Alternative für alle, denen Sitz und Robustheit wichtiger sind als maximaler Kontrast unter Wasser.

Die Mares X-Vision punktet mit einem besonders großen Sichtfeld, verzichtet dafür komplett auf eine Glasbeschichtung.

Die Tusa Paragon S mit nur einem durchgehenden Glas bietet ein größeres Panorama, akzeptiert aber keine Korrekturgläser. Wer einen Metallrahmen und beschichtete Gläser will, aber lieber ein Einglas-Sichtfeld hätte, findet dort dieselbe Tri-Mix-Technik in anderer Form.

Fazit & Wertung

87 / 1004,4
96 / 100
Optik & Gläser
85 / 100
Passform & Tragekomfort
90 / 100
Verarbeitung & Robustheit
78 / 100
Preis-Leistung

87 von 100 Punkten. Die Tusa Paragon ist eine der optisch besten Tauchmasken, die wir getestet haben, und der Grund dafür sind fast ausschließlich die CrystalView-Gläser mit AR- und UV420-Beschichtung.

Beim Sitz holt sie gegenüber der Cressi Big Eyes Evolution oder der Mares X-Vision keinen messbaren Vorteil heraus. Der Aufpreis von gut 100 Euro ist also eine Wette auf bessere Optik, keine auf besseren Komfort.

Kaufempfehlung: ja, für Tauchlehrer, Fotografen und alle, die Kontrast und Lichtschutz ernst nehmen. Wer nur eine zuverlässige, bequeme Maske für klassische Tauchgänge sucht, bekommt das auch deutlich günstiger.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Nein, keine Maske passt zu jedem Gesicht, auch die Paragon nicht. Setz die Maske vor dem Kauf ohne Maskenband auf und atme sanft durch die Nase ein. Prüfe dabei, ob sie von selbst hält, ohne Druckstellen oder Leckstellen an Nasenrücken, Wangen oder Oberlippe. Dieser Dichtigkeitstest sagt mehr über die Passform aus als jede Beschreibung des Skirts.

Ja, die getestete Dual-Lens-Version M2001S nimmt Korrekturgläser auf (Herstellerbezeichnung MC2001SA), erhältlich in unterschiedlichen Dioptrien-Stärken für links und rechts getrennt. Auch nicht-reflektierende Zusatzgläser (ML2001S) sind möglich. Die Einglas-Schwester Paragon S (M1007) bietet diese Option nicht.

Die M2001S ist die Dual-Lens-Version mit Mittelsteg, die M1007 die Einglas-Version mit größerem, zusammenhängendem Sichtfeld. Rahmen, Tri-Mix-Technik und Glasbeschichtung sind bei beiden identisch. Der entscheidende Unterschied: Nur die M2001S akzeptiert nachrüstbare Korrekturgläser, die M1007 nicht.

Nach jedem Tauchgang mit klarem Süßwasser abspülen und mit einem weichen Tuch trocken tupfen. Niemals wischen oder mit scheuernden Reinigungsmitteln behandeln, das greift die AR-Beschichtung an. Für die Grundreinigung vor dem ersten Einsatz reicht ein mildes Spülmittel ohne Mikroplastik-Partikel. Direktes Sonnenlicht bei der Lagerung vermeiden, dafür eignet sich die mitgelieferte Maskenbox.

Tusa Paragon
225,00 €