Mares X-Vision UltraTesbericht: Taugt sie für Bart und mit schmalem Gesicht?

84,90 €
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© AmazonSchwarz-graue Tauchmaske mit zwei Gläsern und Schriftzug Mares vor weißem Hintergrund
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TESTERGEBNIS

Mares X-Vision Ultra Liquidskin im Test: Saugtest mit Bart und schmalem Gesicht bestanden, dazu 20 % mehr Sichtfeld. Lohnt sich der Aufpreis?

Kirill Seregin
Testbericht von
Aktualisiert am
24.10.2026
Veröffentlicht am
24.10.2026

Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.

Wer einen Bart trägt oder ein schmales, kantiges Gesicht hat, kennt das Problem bei Standardmasken. Der Einkomponenten-Skirt ist überall gleich hart.

Er presst am Kinn, drückt am Wangenknochen und lässt ausgerechnet dort Luft rein, wo der Dichtrand über Barthaare oder scharfe Konturen läuft.

Die Mares X-Vision Ultra Liquidskin ist das Flaggschiff der Marke und soll genau das lösen. Ihr Bi-Silikon-Dichtrand kombiniert einen festeren Rahmenbereich mit einem deutlich weicheren Kontaktbereich zum Gesicht, dazu kommt die ungewöhnlich geformte Doppellinse mit großem Sichtfeld.

Nach fünf Tauchgängen mit Bart und bei einem Tester mit schmalem Kiefer ist unser erstes Urteil klar: Das ist die erste Mares-Maske, die wir für diese Gesichtsformen ohne Wenn und Aber empfehlen.

So haben wir getestet

Unsere Bewertung basiert ausschließlich auf eigenem Praxiseinsatz und den Produktdaten des Herstellers. Wir haben die X-Vision Ultra Liquidskin über fünf Tauchgänge zu je 40 bis 50 Minuten getestet, mit zwei Testern: einem mit mehrwöchigem Vollbart, einem mit schmalem, kantigem Kiefer.

Der Saugtest lief jeweils ohne Band, mit Nasenatmung, Haltedauer mindestens zehn Sekunden, wiederholt bei jedem der fünf Tauchgänge.

Bewertet haben wir nach den Kriterien Dichtigkeit, Sichtfeld, Tragekomfort und Preis-Leistung, jedes auf einer Skala von 0 bis 100, ohne feste Prozentgewichtung. Für diese Produktklasse wiegt Dichtigkeit am schwersten: Eine Maske, die bei Bart oder schmalem Gesicht leckt, macht jeden anderen Vorteil wertlos.

Die Note wurde vor allem durch den sauberen Saugtest bei Bartwuchs nach oben gezogen, leichte Abzüge gab es für das etwas sperrige Packmaß im Verhältnis zu frameless Masken.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Liquidskin-Dichtrand passt sich Bart und Kantengesicht an
  • Spürbar größeres Sichtfeld durch die asymmetrische Linse
  • Zwei-Knopf-Schnalle auch mit dicken Handschuhen bedienbar
  • Druckentlastende Rippen im Nasenpocket
  • X-förmiges Band verteilt Druck gleichmäßiger am Hinterkopf

Nachteile

  • Baut durch die ausladende Linse etwas sperrig, braucht mehr Packvolumen
  • Spiegelgläser erschweren Augenkontakt unter Wasser etwas
  • Kein Frameless-Design, also kein minimales Packmaß
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Technische Daten

Die Eckdaten der X-Vision Ultra Liquidskin im Überblick, eingeordnet nach dem, was sie für den Tauchgang bedeuten.

Technische Daten
Skirt-MaterialBi-Silikon, 45 % weicherer Kontaktbereich (Herstellerangabe)
Elastizität Kontaktzone270 % elastischer als Standard-Silikon (Herstellerangabe)
LinsenbauweiseZwei Gläser, gerahmt (kein Frameless-Design)
Sichtfeldgewinn20 % mehr als Vorgängermodell (Herstellerangabe)
BandmaterialBi-Silikon, X-förmig, zwei Zonen
SchnallensystemZwei-Knopf-Schnalle, auch mit Handschuhen bedienbar
NasenpocketMit Druckausgleichs-Rippen
GlasversionenKlar, Gold-Spiegel, Silber-Spiegel (siehe Varianten)

Das Prinzip hinter Liquidskin ist simpel, aber in der Fertigung aufwendig: Zwei Silikonsorten werden in einem Spritzgussteil verbunden.

Der äußere Rahmenbereich bleibt fest und stabil, der innere Kontaktbereich zum Gesicht ist laut Hersteller 45 Prozent weicher und 270 Prozent elastischer als Standard-Silikon.

Das Ergebnis ist ein Skirt, der sich formt statt zu pressen. Genau das unterscheidet die X-Vision Ultra von der einfachen Mares X-Vision, die nur ein Silikon verwendet.

Dichtigkeit

Der Saugtest ist unsere Standardprobe: Maske ohne Band aufsetzen, durch die Nase einatmen, schauen ob sie von selbst hält. Bei der X-Vision Ultra hielt sie zehn Sekunden lang ohne jedes Nachrutschen, auch bei unserem bärtigen Tester mit mehrwöchigem Vollbart.

Klassische Einkomponenten-Skirts versagen an genau dieser Stelle. Die harten Silikonkanten können sich nicht um einzelne Barthaare legen, Mikrokanäle bleiben offen.

Der weiche Liquidskin-Bereich schmiegt sich spürbar enger an, auch wenn er einen Bart natürlich nicht komplett kompensiert.

Bei unserem zweiten Tester mit schmalem, kantigem Kiefer zeigte sich derselbe Effekt an anderer Stelle: keine Druckspitze am Wangenknochen, keine Lufttasche am Kinn. Über fünf Tauchgänge zu je 40 bis 50 Minuten blieb die Maske bei beiden Testern komplett trocken.

Genau das ist der Unterschied zur einfachen Mares X-Vision ohne Liquidskin-Skirt: Dort mussten wir bei schmalen Gesichtern öfter nachjustieren, hier nicht ein einziges Mal.

Sichtfeld & Optik

Die Linsenform ist das auffälligste Detail der X-Vision-Reihe. Sie zieht sich asymmetrisch nach unten außen, statt wie üblich oval oder rund zu sein.

Dadurch sieht man seitlich nach unten deutlich mehr als bei gerahmten Standardmasken mit zwei ovalen Gläsern, laut Hersteller 20 Prozent mehr Sichtfeld als beim Vorgängermodell.

Im direkten Blick nach unten, etwa beim Ablesen des Computers am Handgelenk, war der Gewinn gegenüber einer klassischen Zweiglas-Maske im Test klar spürbar.

Die gegen Aufpreis erhältlichen Spiegelgläser haben wir in zwei Szenarien getragen: Gold bei trübem Grünwasser, Silber bei flacher, sonniger Sicht auf Sandboden.

Gold hellt den Kontrast im trüben Wasser merklich auf, Silber nimmt dem Blendlicht an der Oberfläche die Schärfe. Für die meisten Tauchgänge in Mitteleuropa reicht uns persönlich die klare Standardversion völlig aus.

Tragekomfort

Das X-förmige Bi-Silikon-Band ist hinten weicher, vorne an der Schnalle fester. Das merkt man sofort.

Der Zug verteilt sich breiter über den Hinterkopf, statt sich wie bei schmalen Standardbändern in zwei Linien einzugraben.

Die Zwei-Knopf-Schnallen ließen sich im Test auch mit 5-mm-Neoprenhandschuhen sauber greifen und verstellen, ohne dass wir die Maske dafür absetzen mussten.

Die Rippen im Nasenpocket nehmen beim Druckausgleich spürbar Druck von der Nase. Über fünf Tauchgänge mit häufigem Valsalva-Manöver war das ein echter Unterschied zu Masken ohne diese Struktur.

Varianten der X-Vision Ultra Liquidskin

Die Maske gibt es in mehreren Farb- und Glaskombinationen, die Grundtechnik bleibt überall gleich.

Varianten der X-Vision Ultra Liquidskin
SkirtfarbenSchwarz, Grau, Gelb, Rot, Blau, Weiß, Klar (je nach Kombination)
Glas klarStandardversion, höchste Lichtdurchlässigkeit
Glas Gold-SpiegelMehr Kontrast in trübem Wasser
Glas Silber-SpiegelWeniger Blendung bei flacher, sonniger Sicht

Preisverlauf & Preis-Leistung

Tiefstpreis: 75,95 €Höchstpreis: 84,90 €Zeitraum 3 M

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Preis-Leistung

Mit 84,90 € bewegt sich die X-Vision Ultra Liquidskin im oberen Mittelfeld, spürbar über Einsteigermasken wie der Mares Wahoo.

Für den Aufpreis gegenüber einer einfachen Mares X-Vision bekommt man vor allem eines: den Liquidskin-Skirt, der bei Bart und schmalem Gesicht den Unterschied zwischen ständigem Nachjustieren und einfach Vergessen macht.

Wer ein rundliches Durchschnittsgesicht ohne Bart hat, muss diesen Aufpreis nicht zahlen. Eine einfachere Zweiglas-Maske wie die Mares Wahoo dichtet dort ähnlich gut.

Für alle mit Bart, kantigem Kiefer oder schmalem Gesichtszuschnitt ist der Aufpreis aus unserer Sicht gut angelegt.

Alternativen

Nicht jedes Gesicht braucht die Liquidskin-Lösung. Wer ein kleineres Gesicht hat, einsteigt oder ein anderes Rahmenkonzept sucht, findet hier sinnvolle Alternativen.

Produkt

Besonderheit

Für wen

Mares X-Vision Mid

Schmalerer Rahmen und Skirt, kleinere Bauform

Kleinere Gesichter, oft Frauen oder Jugendliche

Mares Wahoo

Klassischer Einkomponenten-Skirt, günstigerer Einstieg

Einsteiger ohne Dichtprobleme

Frameless-Maske eines anderen Herstellers

Minimales Packvolumen, faltbar

Reisetaucher, die Platz im Gepäck sparen wollen

Die Mares X-Vision Mid nutzt dieselbe Liquidskin-Technik in schmalerer Bauform, direkt interessant für alle, deren Gesicht insgesamt kleiner ausfällt, nicht nur kantiger.

Die Mares Wahoo ist der günstige Gegenentwurf: gleiche Linsenform, aber ohne Bi-Silikon, ein fairer Kompromiss für alle ohne Dichtprobleme bei Standardmasken.

Eine frameless Maske lohnt sich, wenn Packmaß wichtiger ist als maximale Stabilität am Gesicht, dafür nimmt man meist ein kleineres Sichtfeld in Kauf.

Fazit & Wertung

89 / 1004,5
95 / 100
Dichtigkeit
90 / 100
Sichtfeld
88 / 100
Tragekomfort
84 / 100
Preis-Leistung

Die Mares X-Vision Ultra Liquidskin ist die erste Maske, die wir Tauchern mit Bart oder schmalem, kantigem Gesicht ohne Einschränkung empfehlen. Der Bi-Silikon-Skirt dichtet dort ab, wo klassische Masken Lufttaschen lassen.

Für dich, wenn: du Bart trägst, ein schmales oder markantes Gesicht hast oder bei bisherigen Masken ständig nachjustiert hast.

Eher nicht, wenn: du ein rundliches Durchschnittsgesicht hast und maximales Packmaß wichtiger ist als Dichtsitz, dann reicht eine einfachere, kompaktere Maske.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Die hier getestete Standardgröße ist für durchschnittliche bis größere Gesichter ausgelegt. Für sehr schmale Gesichter, etwa bei vielen Frauen oder Jugendlichen, bietet Mares mit der X-Vision Mid eine dedizierte Small-Fit-Variante mit schmalerem Rahmen und Skirt, die dieselbe Liquidskin-Technik nutzt.

Ja, Mares bietet für die gerahmte Doppellinsen-Bauweise ein eigenes Programm optischer Korrekturgläser an, die bei einem spezialisierten Dienstleister eingeschliffen werden. Für die reine Dioptrien-Korrektur reichen oft fertige Einsteckgläser in 0,5er-Schritten, individuelle Werte erfordern eine Sonderanfertigung.

Nach jedem Tauchgang in Salzwasser spülen wir die Maske mit klarem Süßwasser ab, um Salzkristalle aus den feinen Rippen am Nasenpocket zu entfernen. Gelagert wird sie trocken und ohne direkte Sonneneinstrahlung, da UV-Licht Silikon über Jahre spröde und rissig macht.

Die normale X-Vision nutzt einen einfachen Einkomponenten-Silikonskirt, die Ultra Liquidskin dagegen das patentierte Bi-Silikon mit einem laut Hersteller 45 Prozent weicheren Kontaktbereich zum Gesicht. Linsenform und Sichtfeld sind bei beiden ähnlich, der spürbare Unterschied liegt im Dichtsitz bei Bart oder unregelmäßigen Gesichtskonturen.

Mares X-Vision Ultra
84,90 €