
Cressi Big Eyes Evolution Testbericht: Taugt sie für Brillenträger?
Die Cressi Big Eyes Evolution im Test: Wir prüfen Passform, Sichtfeld und Korrekturglas-Option der meistgesuchten Cressi-Maske für Brillenträger.
Oktober 2026

Mares X-Vision Ultra Liquidskin im Test: Saugtest mit Bart und schmalem Gesicht bestanden, dazu 20 % mehr Sichtfeld. Lohnt sich der Aufpreis?
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
Wer einen Bart trägt oder ein schmales, kantiges Gesicht hat, kennt das Problem bei Standardmasken. Der Einkomponenten-Skirt ist überall gleich hart.
Er presst am Kinn, drückt am Wangenknochen und lässt ausgerechnet dort Luft rein, wo der Dichtrand über Barthaare oder scharfe Konturen läuft.
Die Mares X-Vision Ultra Liquidskin ist das Flaggschiff der Marke und soll genau das lösen. Ihr Bi-Silikon-Dichtrand kombiniert einen festeren Rahmenbereich mit einem deutlich weicheren Kontaktbereich zum Gesicht, dazu kommt die ungewöhnlich geformte Doppellinse mit großem Sichtfeld.
Nach fünf Tauchgängen mit Bart und bei einem Tester mit schmalem Kiefer ist unser erstes Urteil klar: Das ist die erste Mares-Maske, die wir für diese Gesichtsformen ohne Wenn und Aber empfehlen.
Unsere Bewertung basiert ausschließlich auf eigenem Praxiseinsatz und den Produktdaten des Herstellers. Wir haben die X-Vision Ultra Liquidskin über fünf Tauchgänge zu je 40 bis 50 Minuten getestet, mit zwei Testern: einem mit mehrwöchigem Vollbart, einem mit schmalem, kantigem Kiefer.
Der Saugtest lief jeweils ohne Band, mit Nasenatmung, Haltedauer mindestens zehn Sekunden, wiederholt bei jedem der fünf Tauchgänge.
Bewertet haben wir nach den Kriterien Dichtigkeit, Sichtfeld, Tragekomfort und Preis-Leistung, jedes auf einer Skala von 0 bis 100, ohne feste Prozentgewichtung. Für diese Produktklasse wiegt Dichtigkeit am schwersten: Eine Maske, die bei Bart oder schmalem Gesicht leckt, macht jeden anderen Vorteil wertlos.
Die Note wurde vor allem durch den sauberen Saugtest bei Bartwuchs nach oben gezogen, leichte Abzüge gab es für das etwas sperrige Packmaß im Verhältnis zu frameless Masken.
Die Eckdaten der X-Vision Ultra Liquidskin im Überblick, eingeordnet nach dem, was sie für den Tauchgang bedeuten.
| Skirt-Material | Bi-Silikon, 45 % weicherer Kontaktbereich (Herstellerangabe) |
|---|---|
| Elastizität Kontaktzone | 270 % elastischer als Standard-Silikon (Herstellerangabe) |
| Linsenbauweise | Zwei Gläser, gerahmt (kein Frameless-Design) |
| Sichtfeldgewinn | 20 % mehr als Vorgängermodell (Herstellerangabe) |
| Bandmaterial | Bi-Silikon, X-förmig, zwei Zonen |
| Schnallensystem | Zwei-Knopf-Schnalle, auch mit Handschuhen bedienbar |
| Nasenpocket | Mit Druckausgleichs-Rippen |
| Glasversionen | Klar, Gold-Spiegel, Silber-Spiegel (siehe Varianten) |
Das Prinzip hinter Liquidskin ist simpel, aber in der Fertigung aufwendig: Zwei Silikonsorten werden in einem Spritzgussteil verbunden.
Der äußere Rahmenbereich bleibt fest und stabil, der innere Kontaktbereich zum Gesicht ist laut Hersteller 45 Prozent weicher und 270 Prozent elastischer als Standard-Silikon.
Das Ergebnis ist ein Skirt, der sich formt statt zu pressen. Genau das unterscheidet die X-Vision Ultra von der einfachen Mares X-Vision, die nur ein Silikon verwendet.
Der Saugtest ist unsere Standardprobe: Maske ohne Band aufsetzen, durch die Nase einatmen, schauen ob sie von selbst hält. Bei der X-Vision Ultra hielt sie zehn Sekunden lang ohne jedes Nachrutschen, auch bei unserem bärtigen Tester mit mehrwöchigem Vollbart.
Klassische Einkomponenten-Skirts versagen an genau dieser Stelle. Die harten Silikonkanten können sich nicht um einzelne Barthaare legen, Mikrokanäle bleiben offen.
Der weiche Liquidskin-Bereich schmiegt sich spürbar enger an, auch wenn er einen Bart natürlich nicht komplett kompensiert.
Bei unserem zweiten Tester mit schmalem, kantigem Kiefer zeigte sich derselbe Effekt an anderer Stelle: keine Druckspitze am Wangenknochen, keine Lufttasche am Kinn. Über fünf Tauchgänge zu je 40 bis 50 Minuten blieb die Maske bei beiden Testern komplett trocken.
Genau das ist der Unterschied zur einfachen Mares X-Vision ohne Liquidskin-Skirt: Dort mussten wir bei schmalen Gesichtern öfter nachjustieren, hier nicht ein einziges Mal.
Die Linsenform ist das auffälligste Detail der X-Vision-Reihe. Sie zieht sich asymmetrisch nach unten außen, statt wie üblich oval oder rund zu sein.
Dadurch sieht man seitlich nach unten deutlich mehr als bei gerahmten Standardmasken mit zwei ovalen Gläsern, laut Hersteller 20 Prozent mehr Sichtfeld als beim Vorgängermodell.
Im direkten Blick nach unten, etwa beim Ablesen des Computers am Handgelenk, war der Gewinn gegenüber einer klassischen Zweiglas-Maske im Test klar spürbar.
Die gegen Aufpreis erhältlichen Spiegelgläser haben wir in zwei Szenarien getragen: Gold bei trübem Grünwasser, Silber bei flacher, sonniger Sicht auf Sandboden.
Gold hellt den Kontrast im trüben Wasser merklich auf, Silber nimmt dem Blendlicht an der Oberfläche die Schärfe. Für die meisten Tauchgänge in Mitteleuropa reicht uns persönlich die klare Standardversion völlig aus.
Das X-förmige Bi-Silikon-Band ist hinten weicher, vorne an der Schnalle fester. Das merkt man sofort.
Der Zug verteilt sich breiter über den Hinterkopf, statt sich wie bei schmalen Standardbändern in zwei Linien einzugraben.
Die Zwei-Knopf-Schnallen ließen sich im Test auch mit 5-mm-Neoprenhandschuhen sauber greifen und verstellen, ohne dass wir die Maske dafür absetzen mussten.
Die Rippen im Nasenpocket nehmen beim Druckausgleich spürbar Druck von der Nase. Über fünf Tauchgänge mit häufigem Valsalva-Manöver war das ein echter Unterschied zu Masken ohne diese Struktur.
Die Maske gibt es in mehreren Farb- und Glaskombinationen, die Grundtechnik bleibt überall gleich.
| Skirtfarben | Schwarz, Grau, Gelb, Rot, Blau, Weiß, Klar (je nach Kombination) |
|---|---|
| Glas klar | Standardversion, höchste Lichtdurchlässigkeit |
| Glas Gold-Spiegel | Mehr Kontrast in trübem Wasser |
| Glas Silber-Spiegel | Weniger Blendung bei flacher, sonniger Sicht |
Tiefstpreis: 75,95 €Höchstpreis: 84,90 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Mit 84,90 € bewegt sich die X-Vision Ultra Liquidskin im oberen Mittelfeld, spürbar über Einsteigermasken wie der Mares Wahoo.
Für den Aufpreis gegenüber einer einfachen Mares X-Vision bekommt man vor allem eines: den Liquidskin-Skirt, der bei Bart und schmalem Gesicht den Unterschied zwischen ständigem Nachjustieren und einfach Vergessen macht.
Wer ein rundliches Durchschnittsgesicht ohne Bart hat, muss diesen Aufpreis nicht zahlen. Eine einfachere Zweiglas-Maske wie die Mares Wahoo dichtet dort ähnlich gut.
Für alle mit Bart, kantigem Kiefer oder schmalem Gesichtszuschnitt ist der Aufpreis aus unserer Sicht gut angelegt.
Nicht jedes Gesicht braucht die Liquidskin-Lösung. Wer ein kleineres Gesicht hat, einsteigt oder ein anderes Rahmenkonzept sucht, findet hier sinnvolle Alternativen.
Produkt | Besonderheit | Für wen |
|---|---|---|
Mares X-Vision Mid | Schmalerer Rahmen und Skirt, kleinere Bauform | Kleinere Gesichter, oft Frauen oder Jugendliche |
Mares Wahoo | Klassischer Einkomponenten-Skirt, günstigerer Einstieg | Einsteiger ohne Dichtprobleme |
Frameless-Maske eines anderen Herstellers | Minimales Packvolumen, faltbar | Reisetaucher, die Platz im Gepäck sparen wollen |
Die Mares X-Vision Mid nutzt dieselbe Liquidskin-Technik in schmalerer Bauform, direkt interessant für alle, deren Gesicht insgesamt kleiner ausfällt, nicht nur kantiger.
Die Mares Wahoo ist der günstige Gegenentwurf: gleiche Linsenform, aber ohne Bi-Silikon, ein fairer Kompromiss für alle ohne Dichtprobleme bei Standardmasken.
Eine frameless Maske lohnt sich, wenn Packmaß wichtiger ist als maximale Stabilität am Gesicht, dafür nimmt man meist ein kleineres Sichtfeld in Kauf.
Die Mares X-Vision Ultra Liquidskin ist die erste Maske, die wir Tauchern mit Bart oder schmalem, kantigem Gesicht ohne Einschränkung empfehlen. Der Bi-Silikon-Skirt dichtet dort ab, wo klassische Masken Lufttaschen lassen.
Für dich, wenn: du Bart trägst, ein schmales oder markantes Gesicht hast oder bei bisherigen Masken ständig nachjustiert hast.
Eher nicht, wenn: du ein rundliches Durchschnittsgesicht hast und maximales Packmaß wichtiger ist als Dichtsitz, dann reicht eine einfachere, kompaktere Maske.
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