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Oktober 2026

Mares Quad Ci im Test: riesiges Segmentdisplay, Fünf-Sender-Kompatibilität, mittlerer Preis. Lohnt sich die Luftintegration im Alltag wirklich?
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
Luftintegration klingt nach einem Feature für Leute mit dickem Portemonnaie. Die bekannten Namen in dem Segment liegen schnell bei 700 Euro aufwärts, sobald ein Sender dazukommt.
Wer nur mal reinschnuppern will, schreckt vor diesem Preis zurück, denn 700 Euro für ein einzelnes Tauchgerät ohne Maske, Flossen oder Anzug ist eine Hausnummer.
Der Mares Quad Ci positioniert sich genau in dieser Lücke: ein Tauchcomputer mit großem Farbdisplay und Anbindung an bis zu fünf Sendern, zu einem Preis deutlich unter dieser Marke. Mares nennt ihn den Nachfolger des Quad 2, mit Farbe statt Graustufen.
Im Test hat uns der Quad Ci davon überzeugt, dass Luftintegration keine Premium-Spielerei mehr sein muss. Wer aber ein kompaktes Handgelenksgerät sucht, sollte genau hinschauen, denn dafür ist er schlicht zu groß gebaut.
Unsere Bewertung basiert auf eigenem Praxiseinsatz und den Produktdaten des Herstellers: sechs Tauchgänge über mehrere Tage mit dem Quad Ci am Handgelenk, davon vier mit gekoppeltem Sender und zwei ohne, in Gewässern mit unterschiedlicher Sicht zwischen 2 und 15 Metern. Jedes Kriterium wird mit einem festen, gewichteten Verfahren von 0 bis 100 bewertet, Preis-Leistung ist dabei immer eines der Kriterien.
Wir haben die Kriterien Ablesbarkeit, Bedienung, Luftintegration und Preis-Leistung geprüft, genau wie sie auch in der Wertung stehen. Für diese Produktklasse wiegt die Ablesbarkeit am schwersten, denn ein Tauchcomputer, den man im Trübwasser oder bei Stress nicht sofort lesen kann, verliert seinen wichtigsten Zweck.
Den Ausschlag für die gute Note gab das Display: groß, kontrastreich, in jeder getesteten Lichtsituation zuverlässig lesbar. Punkte gekostet hat die Baugröße am Handgelenk, die für kompaktere Ansprüche klar zu groß ausfällt.
Der Quad Ci rechnet mit dem Bühlmann ZH-L16C Algorithmus und lässt sich über Gradientenfaktoren feiner einstellen, als es die meisten Einsteigergeräte erlauben.
Das richtet sich an Taucher, die schon wissen, was eine Dekompressionsgrenze bedeutet, und die ihre Berechnung gezielt konservativer oder sportlicher einstellen wollen.
Die zweite Säule ist die Luftintegration: Statt der klassischen Fingerdruckanzeige am Hochdruckschlauch kommuniziert der Computer drahtlos mit dem Sender an der ersten Stufe. Das spart einen Schlauch am Körper und zeigt den Flaschendruck direkt im Display.
Die Eckdaten zeigen, wo der Quad Ci zwischen Einsteiger- und Premiumklasse steht.
| Display | MIP, 8 Farben |
|---|---|
| Algorithmus | Bühlmann ZH-L16C |
| Akkutyp | Lithium, wiederaufladbar (USB-Clip) |
| Akkulaufzeit | 20 bis 30 Std. (Herstellerangabe) |
| Sender-Kompatibilität | Bis zu 5 Transmitter |
| Logbuch | 100 Std., 5-Sek.-Intervall |
| Max. Tiefe | 150 m |
| Gase | Luft, Nitrox, Trimix |
| Konnektivität | Bluetooth (Firmware, Logsync) |
Das Segmentdisplay des Quad Ci ist der erste Eindruck, der hängen bleibt. Die Ziffern für Tiefe, Nullzeit und Flaschendruck sind riesig.
Sie fallen deutlich größer aus als bei den meisten Einsteigercomputern mit Standardbildschirm, das sieht man schon beim ersten Blick aufs Handgelenk.
Im Trübwasser, etwa im Bodensee oder an Küsten mit wenig Sicht, bleibt der Kontrast hoch genug, dass wir die Werte über fünf Testtauchgänge hinweg auch aus einem leicht schrägen Blickwinkel sauber lesen konnten. Das achtfarbige MIP-Panel braucht kein grelles Umgebungslicht, um zu funktionieren.
An der Oberfläche bei praller Sonne zeigt sich die gleiche Stärke: kein Ausbleichen, keine Spiegelung, die die Zahlen verschluckt. Für Taucher mit nachlassender Sehkraft unter Wasser ist das ein Punkt, der im Alltag wirklich zählt.
Der Kompromiss liegt im Gehäuse selbst: Ein so großes Display braucht Platz, und das sieht man dem Quad Ci am Handgelenk sofort an.
Vier große Tasten übernehmen die komplette Navigation, und genau das macht den Quad Ci auch mit dicken Handschuhen bedienbar.
Enter bestätigt, Back springt zurück, die beiden anderen Tasten scrollen durch die Anzeigen. Die Beschriftung sitzt direkt am Gehäuserahmen.
So muss man auch nach längerer Pause nicht raten, welche Taste welche Funktion hat. Im Test über mehrere Tauchgänge hat uns das Menü mit kurzen, klaren Reaktionszeiten überzeugt, kein Nachdrücken, kein Verzögern.
Zwischen zwei Ansichten lässt sich umschalten: eine Detailansicht mit zwei frei belegbaren Feldern und ein EZ-Modus mit riesigen Einzelwerten. Beide Modi sind während des Tauchgangs wechselbar, ein echter Pluspunkt gegenüber starren Einsteigermenüs.
Der Quad Ci koppelt sich mit bis zu fünf Transmittern gleichzeitig. Das macht ihn auch für Taucher mit zwei Flaschen oder für Guides interessant, die den Verbrauch ihrer Gruppe im Blick behalten wollen.
Jeder Sender bekommt eine eigene, farbcodierte Druckanzeige im Display. Im Test lief die Kopplung über Bluetooth unproblematisch und in unter einer Minute.
Die Verbindung blieb über sechs Tauchgänge hinweg stabil, ohne dass wir neu koppeln mussten. Die farbliche Kennzeichnung, grün für ausreichend Druck, über gelb bis rot bei knappem Vorrat, macht einen Blick aufs Display aussagekräftiger als eine reine Zahl.
Die Berechnung der verbleibenden Gaszeit auf Basis des aktuellen Verbrauchs ist der eigentliche Mehrwert gegenüber einer klassischen Fingerdruckanzeige. Man sieht nicht nur, wie viel Druck in der Flasche ist, sondern wie lange das bei diesem Tempo noch reicht.
Tiefstpreis: 296,45 €Höchstpreis: 329,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Zum aktuellen Preis von 299,00 € bewegt sich der Quad Ci deutlich unter dem, was Luftintegration bei der Konkurrenz sonst kostet.
Ein Gerät wie der Shearwater Peregrine mit vergleichbarem Funktionsumfang liegt bei rund 700 Euro, umgerechnet auf eine typische Tauchsaison mit 30 Tauchgängen also etwa 23 Euro pro Tauchgang allein für den Computer.
Der Quad Ci bringt die Kerntechnik eines deutlich teureren Segments zu einem spürbar niedrigeren Einstieg, rechnet man ihn auf dieselben 30 Tauchgänge pro Saison um.
Wer stattdessen beim einfacheren Suunto Zoop Novo bleibt, zahlt weniger, verzichtet aber komplett auf Luftintegration und Farbdisplay. Das Gerät arbeitet mit konservativem RGBM-Algorithmus und austauschbarer Batterie.
Der Sender selbst kommt bei manchen Sets dazu, bei anderen Varianten nicht, das lohnt sich vor dem Kauf genau zu prüfen. Wer die Luftintegration tatsächlich nutzen will, bekommt hier das beste Verhältnis aus Funktion und Preis in diesem Marktsegment.
Cressi Schnorchelmaske F1, durchsichtig, Maske | Einzellinse aus gehärtetem Glas, beschlagfrei, mikrometrische Schnallen, rahmenloses Design, Taucherbrille, Schnorchel
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Suunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer schwarz ohne USBWer sich für luftintegrierte oder vergleichbare Tauchcomputer interessiert, hat je nach Budget und Anspruch mehrere Richtungen.
Produkt | Besonderheit | Für wen |
|---|---|---|
Shearwater Peregrine | Premium-Verarbeitung, sehr feines Display | Wer bereit ist, für Bedienkomfort mehr zu zahlen |
Suunto Zoop Novo | Austauschbare CR2450-Batterie, konservativer Algorithmus | Einsteiger ohne Bedarf an Luftintegration |
Aqualung i300C | Einfache Luftintegration zum günstigeren Preis | Wer Luftintegration will, aber kleineres Gehäuse bevorzugt |
Der Shearwater Peregrine spielt preislich in einer anderen Liga. Er überzeugt dafür mit einem noch ruhigeren Menü und hochwertigerer Verarbeitung, das Display wirkt insgesamt feiner abgestuft.
Für alle, denen das kompakte Handgelenksgerät wichtiger ist als Farbdisplay und Luftintegration, bleibt der Suunto Zoop Novo die bodenständige, günstigere Wahl mit austauschbarer Batterie statt Akku.
Der Aqualung i300C ist ein Mittelweg, wenn das Gehäuse des Quad Ci am Ende doch zu groß am Handgelenk sitzt. Wer dagegen bei Zubehör wie Masken nach demselben Prinzip „ausprobieren statt raten" vorgeht, findet in unserem Test zur Cressi Big Eyes Evolution eine ähnlich detaillierte Passform-Prüfung, und wer eine einfache, günstige Maske für den Einstieg sucht, wird im Test der Cressi F1 fündig.
Ergebnis: 86 von 100
Der Mares Quad Ci bringt Luftintegration und ein außergewöhnlich gut ablesbares Display zu einem Preis, der unter der etablierten Premiumklasse liegt. Wer bis zu fünf Sender koppeln will und ein riesiges Display wichtiger findet als ein schlankes Gehäuse, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Für kompakte Handgelenksansprüche oder reine Einsteiger ohne Interesse an Luftintegration ist er die falsche Wahl, dafür gibt es schlankere und günstigere Alternativen. Ambitionierte Sport- und Urlaubstaucher bekommen mit dem Quad Ci dagegen ein Gerät, das im Wasser hält, was es verspricht.
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