Suunto Zoop Novo im Test: Der Budget-Tauchcomputer mit Akku-Trick?

© AmazonSchwarzer Suunto Tauchcomputer mit Digitalanzeige und Armband, Schrägansicht vor weißem Hintergrund
84 %Oktober 2026Tauchvergleich.de
TESTERGEBNIS

Suunto Zoop Novo im Test: wechselbare CR2450-Batterie, konservativer RGBM-Algorithmus und ob sich der Einsteiger-Tauchcomputer 2026 noch lohnt.

Kirill Seregin
Testbericht von
Aktualisiert am
17.10.2026
Veröffentlicht am
17.10.2026

Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.

Ein erster Tauchcomputer ist eine Vertrauensfrage. Niemand will nach zwei Jahren feststellen, dass die Batterie nur im Werk gewechselt werden kann und das Gerät drei Wochen beim Service liegt, während die Tauchsaison läuft.

Genau hier positioniert sich der Suunto Zoop Novo: ein reduziertes Einsteigergerät ohne Bluetooth und Luftintegration, dafür mit einer CR2450-Batterie, die du selbst tauschst. Suunto baut bewusst auf Langlebigkeit statt auf Feature-Liste.

Im Suunto Zoop Novo Test hat uns genau das überzeugt: Er macht wenig, aber das zuverlässig und ohne Folgekosten. Für Einsteiger, die einen robusten Erstcomputer ohne Abo-Gedanken suchen, ist das eine klare Empfehlung.

© Amazon
Schwarzer Suunto Tauchcomputer mit Digitalanzeige und Armband, Schrägansicht vor weißem Hintergrund
1 / 7
Bild 1 von 7

Der Zoop Novo setzt bewusst auf reduzierte Elektronik: ein monochromes Matrix-Display statt Farbbildschirm, eine Knopfzelle statt Akku. Das macht ihn simpler, aber eben auch selbst wartbar.

Produktdaten

Die Werte zeigen, wie stark das Gerät auf Robustheit statt auf Zusatzfunktionen setzt.

Produktdaten
Gewicht120 g
Maße66,1 x 66,1 x 26,2 mm
Max. Tiefe80 m (ISO 6425)
BatterietypCR2450, wechselbar
Logbuchkapazitätca. 140 Stunden
Sampling-Intervall10, 20, 30, 60 s
Betriebstemperatur0 bis +40 °C
Nitrox-Bereich21 bis 50 % O2
SchnittstelleUSB (Kabel optional)

Handling

Vier große Tasten führen durch sämtliche Menüs, von der Nitrox-Einstellung bis zum Logbuch. Im Suunto Zoop Novo Test ließ sich das auch mit dicken Handschuhen bedienen.

Das Display ist mit 40 mm Durchmesser eines der größten in dieser Preisklasse. Unter Wasser, auch bei trübem Licht, blieben Tiefe, Nullzeit und Wassertemperatur jederzeit gut ablesbar.

Nachteil beim Anlegen

Der Gehäusedurchmesser von 66 mm ist der Preis für das große Display. Beim Einstieg mit BCD blieb der Computer bei uns mehrfach am Jacket-Gurt hängen, kein Dealbreaker, aber spürbar.

Funktionsumfang

Fünf Modi deckt der Zoop Novo ab: Air, Nitrox, Gauge, Free und Off. Für den Nitrox-Modus akzeptiert er Gemische von 21 bis 50 % O2 bei einem einstellbaren pO2-Grenzwert von 1,2 bis 1,6 bar, Standardeinstellungen für klassisches Freizeittauchen.

Das Logbuch speichert je nach Sampling-Rate rund 140 Stunden Tauchprofile inklusive Lesezeichen. Mehr als das braucht ein Urlaubstaucher selten.

Was fehlt

Bluetooth gibt es nicht, Daten wandern ausschließlich per USB-Kabel auf den Rechner, und das Kabel liegt nicht im Karton. Einen Kompass hat der Zoop Novo ebenfalls nicht, wer den braucht, greift zu einem separaten Modell oder zu einem Computer mit digitalem Kompass.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • CR2450-Batterie selbst wechselbar, ohne Werksservice
  • Großes, gut ablesbares Display auch bei trübem Wasser
  • Vier-Knopf-Bedienung auch mit Handschuhen zuverlässig
  • Konservativer RGBM-Algorithmus mit hoher Sicherheitsreserve
  • Freitauchmodus mit Apnoe-Timer inklusive

Nachteile

  • Kein Bluetooth, Datenübertragung nur per USB-Kabel
  • Kein digitaler Kompass
  • Großer Gehäusedurchmesser kann beim Anlegen stören
  • Konservativer Algorithmus verkürzt Grundzeiten bei Wiederholungstauchgängen

Sicherheit & Algorithmus

Suunto RGBM ist kein Bühlmann-Rechner mit Gewebekompartimenten, sondern ein Modell, das zusätzlich die Bildung von Mikroblasen im Blut simuliert. Das ist der eigentliche Grund, warum sich der Zoop Novo so verhält, wie er sich verhält.

In der Praxis bedeutet das: kürzere Nullzeiten und längere Oberflächenpausen als bei einem Bühlmann-basierten Computer wie ihn etwa der Mares Puck 4 nutzt. Bei Mehrfachtauchgängen am selben Tag macht sich das deutlich bemerkbar.

Einordnung

Das ist kein Mangel, sondern eine bewusste Designentscheidung. Für Einsteiger mit noch unsicherer Tarierung und Aufstiegsgeschwindigkeit ist diese Reserve ein echter Sicherheitsgewinn. Wer ambitionierte Tauchprofile mit mehreren Tagesgängen plant, wird die zusätzliche Vorsicht als Einschränkung empfinden.

Preis-Leistung

Für bekommst du ein Gerät, das Nitrox, Logbuch, Freitauchmodus und vollständige Dekompressionsberechnung abdeckt, Funktionen, die bei manchen Konkurrenten erst in der nächsthöheren Preisklasse auftauchen.

Der eigentliche Hebel liegt aber in den Folgekosten: Eine CR2450 kostet wenige Euro und lässt sich in zehn Minuten selbst tauschen. Bei Geräten mit fest verbautem Akku zahlst du stattdessen für jeden Werksservice erneut.

Über mehrere Jahre gerechnet relativiert das den Anschaffungspreis deutlich, solange du auf Bluetooth und Luftintegration verzichten kannst.

Preisverlauf: Suunto Zoop Novo

Tiefstpreis: 249,00 €Höchstpreis: 259,00 €Zeitraum 3 M

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

So haben wir getestet

Unsere Bewertung basiert auf eigenem Praxiseinsatz und den Herstellerdaten, nicht auf Rückmeldungen Dritter. Wir haben den Zoop Novo über mehrere Tauchgänge im Freiwasser eingesetzt, mit Nitrox- und Air-Modus, inklusive geplanter Dekompressionsstopps.

Bewertet haben wir nach einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, Handling, Funktionsumfang, Sicherheit & Algorithmus und Preis-Leistung, jedes einzeln auf einer Skala von 0 bis 100.

Für diese Produktklasse wiegt Sicherheit & Algorithmus am schwersten. Ein Einsteigergerät mit zu knapper Reserve kann bei unerfahrenen Tauchern schnell zum Risiko werden.

Den stärksten Einfluss auf die Note hatte der konservative RGBM-Algorithmus, der Punkte für die Sicherheit einbrachte. Bei Funktionsumfang zog der fehlende Bluetooth- und Kompass-Support dagegen wieder Punkte ab.

Alternativen

Wer statt der Vier-Knopf-Bedienung eine noch simplere Lösung sucht oder moderne Konnektivität braucht, findet im Einsteigersegment durchaus unterschiedliche Wege zum Ziel.

Produkt

Unterschied

Für wen

Cressi Leonardo

Ein-Knopf-Bedienung, kein Menü

Wer maximale Einfachheit will

Mares Puck Pro Plus

Ein-Knopf-Bedienung, Mares RGBM

Urlaubstaucher mit Basisansprüchen

Mares Puck 4

Bühlmann ZH-L16C, Bluetooth

Wer moderne Konnektivität will

Der Cressi Leonardo reduziert die Bedienung auf einen einzigen Knopf, das ist noch simpler als der Zoop Novo, aber auch weniger flexibel bei den Einstellungen.

Der Mares Puck Pro Plus zielt auf dieselbe Zielgruppe wie der Zoop Novo, rechnet aber mit dem Mares-eigenen RGBM-Modell und bietet weniger Logbuch-Tiefe.

Wer stattdessen einen moderneren Bühlmann-Rechner mit Bluetooth-Anbindung sucht, landet beim Mares Puck 4: weniger konservativ in den Grundzeiten, dafür ohne die selbst wechselbare Batterie, die den Zoop Novo auszeichnet.

Varianten & Ausführungen

Der Zoop Novo ist in mehreren Farbvarianten erhältlich, technisch sind alle identisch.

Varianten & Ausführungen
SchwarzTestmodell dieses Artikels
Aqua BlueGleiche Technik, andere Farbe
LimeGleiche Technik, andere Farbe

Wertung

84 / 1004,2
85 / 100
Handling
78 / 100
Funktionsumfang
88 / 100
Sicherheit & Algorithmus
86 / 100
Preis-Leistung

Unser Fazit

Der Suunto Zoop Novo liefert genau das, was ein Einsteiger-Tauchcomputer liefern muss: zuverlässige Werte, gute Ablesbarkeit und eine Batterie, die du selbst tauschst statt sie teuer warten zu lassen.

Der konservative RGBM-Algorithmus ist dabei kein Kompromiss, sondern die bewusste Entscheidung für mehr Sicherheitsreserve, die gerade Einsteigern zugutekommt.

Kaufen, wenn du einen robusten Erstcomputer ohne Bluetooth-Anspruch suchst. Eher nicht, wenn du Luftintegration oder maximale Grundzeiten bei Mehrfachtauchgängen brauchst.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Die CR2450 hält laut Hersteller rund 150 Tauchgänge beziehungsweise bis zu zwei Jahre im reinen Zeitmodus. Sobald das Batteriesymbol im Display blinkt, bleiben dir noch etwa zehn Tauchgänge. Bei intensiver Nutzung mit vielen Tauchgängen pro Jahr verkürzt sich die Laufzeit entsprechend auf wenige Monate.

Ja, ein autorisiertes Suunto Servicezentrum tauscht die Batterie ebenfalls, Suunto empfiehlt diesen Weg sogar ausdrücklich zur Vermeidung von Wassereintritt. Logbuch- und Tauchhistoriendaten bleiben dabei erhalten, persönliche Einstellungen wie Höhenanpassung oder Alarme springen laut Hersteller allerdings auf die Werkseinstellung zurück.

Der Freitauchmodus bietet einen eigenen Apnoe-Timer mit einstellbarer Beatmungszeit, Zuwachsrate und bis zu 20 Intervallen. Dazu kommt ein feineres Sampling von bis zu 2 Sekunden für genauere Tauchprofile. Für reines Apnoetraining ist das brauchbar, Freitaucher mit ernsthaftem Anspruch greifen aber eher zu einem spezialisierten Freediving-Computer.

Im Karton liegen der Tauchcomputer, eine Kurzanleitung, ein Garantie- und ein Sicherheitsheft sowie ein Display-Schutz und ein Suunto-Aufkleber. Das USB-Kabel für die Datenübertragung ist nicht enthalten und muss separat als Zubehör dazugekauft werden.

Suunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer schwarz ohne USB