
Suunto Nautic S im Test: Lohnt sich der kompakte Tauchcomputer?
Die Suunto Nautic S im Test: AMOLED-Display, 60 Stunden Akku, Luftintegration. Schlägt die kompakte Nautic S das größere Suunto Nautic für Hobbytaucher?
Oktober 2026

Garmin Descent G2 im Test: Wir prüfen AMOLED-Display und Akkulaufzeit und sagen, ob der Doppelnutzen aus Tauchcomputer und Sportuhr sich wirklich lohnt.
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
Wer sich vor dem ersten eigenen Tauchcomputer durch die Foren liest, stößt immer wieder auf dieselbe Frage: Brauche ich eine reine Tauchuhr, oder reicht mir eine Smartwatch mit Tauchfunktion? Der Garmin Descent G2 tritt an, um diese Entscheidung überflüssig zu machen.
Er positioniert sich zwischen dem günstigeren Descent G1 und der deutlich teureren Mk3i, als Gerät, das Dekompression genauso ernst nimmt wie Schrittzähler und Schlafphasen. Im Descent-Lineup ist er damit klar der Allrounder, nicht die Referenz für Technik-Taucher.
Unser erstes Urteil nach mehreren Wochen mit der Uhr: Der Doppelnutzen funktioniert erstaunlich gut. Er hat aber einen Preis, und der heißt Akkulaufzeit. Wer das nicht akzeptieren kann, sollte zur G1 Solar oder zur Mk3i greifen.
Die wichtigsten Messwerte und Herstellerangaben im Überblick.
| Display | 1,2 Zoll AMOLED (sehr klares Bild) |
|---|---|
| Auflösung | 390 x 390 Pixel |
| Maße | 45,5 x 45,5 x 15,2 mm |
| Gewicht | 61 g (65 g mit Band) |
| Max. Tauchtiefe | 100 m (EN13319) |
| Wasserdichtigkeit | 10 ATM |
| Dekomodell | Bühlmann ZHL-16c |
| Gehäusematerial | Recyceltes Ozeanplastik |
| Linse | Saphirglas |
| Speicher | 4 GB intern |
Der G2 baut auf der Instinct-3-Plattform auf, die erst wenige Wochen vorher erschien. Gehäuse, Display und Pulssensor sind identisch zur Instinct 3 AMOLED.
Auf diese Basis setzt Garmin den kompletten Descent-Stack obendrauf: Tiefensensor, Bühlmann-ZHL-16c-Algorithmus, EN13319-Zertifizierung bis 100 Meter und die Anbindung an die Garmin-Dive-App. Die Smartwatch-Hardware ist also geliehen, die Taucherfahrung ist eigenständig entwickelt.
Unter Wasser ist der G2 ein vollwertiger Tauchcomputer. Er rechnet mit dem Bühlmann-ZHL-16c-Algorithmus mit einstellbaren Gradientenfaktoren.
Unterstützt werden Single-Gas, Multi-Gas, Trimix, CCR, Gauge und Apnoe. Bis zu elf Gasmischungen lassen sich hinterlegen, Sauerstoffanteile bis 100 Prozent einstellen. Das reicht für komplexe Dekompressionstauchgänge, nicht nur für den Anfängerkurs.
Neu gegenüber der G1 ist der Dive-Readiness-Score. Er bewertet auf einer Skala von 1 bis 100, wie bereit der Körper für einen Tauchgang ist.
Grundlage dafür sind Schlaf, Body Battery und Stresswerte der letzten Tage. Das ist eine sinnvolle Ergänzung, ersetzt aber nie die eigene Einschätzung vor dem Einstieg ins Wasser.
Was fehlt, ist Luftintegration per Sender. Der G2 unterstützt keine Descent T1- oder T2-Transceiver, anders als die größere Garmin Descent Mk3i. Wer den Tankdruck drahtlos am Handgelenk sehen will, muss zur Mk-Serie greifen, das ist die klare Grenze nach oben im Lineup.
Der Wechsel von der monochromen MIP-Anzeige der G1 zum 1,2-Zoll-AMOLED ist der größte sichtbare Sprung dieser Generation. Unter Wasser bei 30 Metern mit wenig Umgebungslicht bleibt das Bild bei unserem Test klar lesbar, ohne zu blenden.
An der Oberfläche bei direkter Sonneneinstrahlung hält das Display ebenfalls mit. Das ist bei älteren AMOLED-Panels nicht selbstverständlich. Das Saphirglas schützt zusätzlich vor Kratzern durch Riffkontakt oder Flaschenventile.
Der Touchscreen funktioniert auch nass und mit dünnen Neoprenhandschuhen, reagiert aber spürbar unpräziser als an Land. Für die wichtigen Funktionen wie Dekostopp bestätigen oder Gas wechseln sind deshalb weiterhin die fünf induktiven Tasten die zuverlässigere Wahl, gerade bei Kälte im technischen Einsatz.
Hier zeigt sich, wofür die G2 ihren Doppelnutzen bezahlt. Im Dive-Modus gibt Garmin bis zu 27 Stunden an, das liegt sogar leicht über den 25 Stunden der alten G1.
Grund dafür dürfte sein, dass das Display während eines Tauchgangs ohnehin selten aktiv leuchtet. Im Smartwatch-Alltag kippt das Bild deutlich.
Garmin nennt bis zu 10 Tage bei Handgelenk-Geste, mit dauerhaft aktivem Display sogar nur 4 Tage. Die G1 kam im gleichen Modus auf bis zu 21 Tage, mehr als doppelt so lange.
Noch deutlicher wird der Unterschied beim Vergleich mit der G1 Solar: Mit Sonnenlicht hält sie laut Garmin bis zu 124 Tage im Smartwatch-Modus. Im Batteriesparmodus läuft sie sogar unbegrenzt weiter. Eine Solar-Version der G2 gibt es nicht, der Umstieg auf AMOLED hat diese Option gekostet.
Für einen Taucher, der die Uhr auch unter der Woche als Alltagsuhr trägt, heißt das: Laden alle paar Tage statt alle paar Wochen. Genau das ist der Punkt, an dem der Doppelnutzen kippt, wer maximale Laufzeit will, kauft die falsche Uhr.
Mit 649,97 € liegt der G2 spürbar über der G1 und deutlich unter der Mk3i, die bei rund 1.200 US-Dollar startet. Für den Aufpreis gegenüber der reinen Instinct-3-Plattform bekommt man den kompletten Tauchcomputer-Stack.
Dazu gehören Tiefensensor, Dekomodell, EN13319-Zertifizierung und Dive-Readiness. Gegen die Mk3i-Preisklasse gerechnet ist das ein fairer Deal.
Wer auf Luftintegration und die größere 200-Meter-Tiefenfreigabe verzichten kann, spart mehrere hundert Euro und bekommt fast dieselbe Tauchsoftware.
Ob der aktuelle Preis gerechtfertigt ist, hängt an genau einer Frage: Wie wichtig ist dir Solar? Wer die fehlende Solar-Option gegenüber der G1 Solar verschmerzen kann, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Tiefstpreis: 645,90 €Höchstpreis: 649,99 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, Preis-Leistung ist dabei immer eines davon, jedes einzeln auf einer Skala von 0 bis 100, damit sich die Note über verschiedene Tauchcomputer hinweg vergleichen lässt.
Für diesen Test haben wir die G2 über mehrere Wochen im Alltag getragen und bei mehreren Tauchgängen bis in den Freizeitbereich eingesetzt, dazu kommen die Herstellerangaben aus dem Garmin-Datenblatt zu Akku, Tiefe und Dekomodell. Bewertet wurden Tauchfunktionen, Display & Bedienung, Alltagstauglichkeit, Akkulaufzeit und Preis-Leistung.
Am stärksten wiegt für diese Produktklasse die Akkulaufzeit. Ein Gerät, das als tägliche Uhr und Tauchcomputer verkauft wird, muss beides ohne ständiges Laden schaffen können.
Genau hier hat der Wegfall der Solar-Option gegenüber der G1 Solar am meisten Punkte gekostet. Das AMOLED-Display und die Tauchfunktionen haben die Note dagegen nach oben gezogen.
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Produkt | Unterschied | Für wen |
|---|---|---|
Suunto Nautic | Air Integration möglich, eigenes Ökosystem | Wer Doppelnutzen will, aber Tankdruck am Handgelenk braucht |
Garmin Descent Mk3i | 200 m Tiefenfreigabe, Luftintegration, längere Laufzeit | Wer das Budget für die Premium-Klasse hat |
Suunto Zoop Novo | Reiner Tauchcomputer ohne Smartwatch-Anspruch | Wer nur tauchen will und keine Alltagsuhr braucht |
Der Suunto Nautic ist die direkteste Alternative zum G2, weil er dieselbe Doppelrolle aus Tauchcomputer und Sportuhr verfolgt, aber eine Luftintegration anbietet, die der G2 nicht hat. Wer genau diesen einen Punkt vermisst, findet hier die logische Ausweichoption.
Die Garmin Descent Mk3i löst das Laufzeit-Problem der G2 direkt an der Wurzel: größere Batterie, 200 statt 100 Meter Tiefenfreigabe und die Möglichkeit, einen Descent T2-Sender für Luftintegration nachzurüsten. Dafür zahlt man einen deutlich höheren Preis.
Der Suunto Zoop Novo geht den entgegengesetzten Weg: kein Touchscreen, keine Sportprofile, dafür eine wechselbare Batterie und ein einfacher, robuster Dekocomputer für alle, die am Handgelenk gar keine Smartwatch wollen. Unseren ausführlichen Test findest du im Artikel Suunto Zoop Novo im Test.
Auch bei der Maske lohnt sich ein genauer Blick, bevor der nächste Urlaub ansteht: Unser Test der Cressi F1 zeigt, worauf es bei einer Frameless-Maske fürs Tauchen ankommt, und wer eine Sehschwäche hat, findet im Test der Cressi Big Eyes Evolution die passende Lösung für Brillenträger.
Der Garmin Descent G2 ist die richtige Wahl für Taucher, die eine einzige Uhr für Tauchgang und Alltag wollen und dafür bereit sind, öfter ans Ladekabel zu gehen. Tauchfunktionen und Display gehören zum Besten, was man in dieser Preisklasse bekommt.
Wer stattdessen maximale Laufzeit priorisiert, etwa auf Tauchsafaris ohne tägliche Steckdose, ist mit der Descent G1 Solar oder bei Bedarf an Luftintegration mit der Mk3i besser bedient.
Als Allrounder mit klarem Kompromiss bei der Akkulaufzeit verdient sich die G2 ein gutes, aber kein überragendes Ergebnis.
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