
Shearwater Peregrine im Test: Reicht der Einsteiger-Bildschirm?
Der Shearwater Peregrine im Test: 2,2-Zoll-Farbdisplay, 30 Stunden Akku, 599,99 Euro. Lohnt sich der Grid-Liebling ohne Luftintegration und Kompass?
Oktober 2026

Der Garmin Descent Mk3i im Test: Wir prüfen SubWave-Kommunikation, Akku unter Tauchlast und ob die Smartwatch-Rolle den hohen Preis rechtfertigt.
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
Knapp 1.400 Euro für einen Tauchcomputer klingt erstmal absurd, wenn ein solider Einsteiger-Computer für ein Fünftel davon zu haben ist. Die Frage, die sich bei diesem Preis stellt: Kauft man hier einen Tauchcomputer, der zufällig auch eine Smartwatch ist, oder umgekehrt?
Der Garmin Descent Mk3i positioniert sich bewusst als Hybrid. Er will der eine Tauchcomputer sein, den man nicht nur beim Tauchurlaub, sondern 365 Tage im Jahr am Handgelenk trägt.
Nach mehreren Tauchgängen mit T2-Sender und Wochen im Dauerbetrieb als Alltagsuhr ist unser erstes Urteil klar: Als reiner Tauchcomputer ist der Mk3i gut, aber nicht konkurrenzlos. Als Gesamtpaket aus Taucherei und Alltagstauglichkeit ist er aktuell ohne echte Konkurrenz.
Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, Preis-Leistung immer inklusive, jedes Kriterium von 0 bis 100 bewertet, nach derselben Skala wie bei jedem anderen Tauchcomputer in unserem Testfeld.
Wir haben den Garmin Descent Mk3i über drei Wochen getestet: sechs Tauchgänge im Mittelmeer mit insgesamt knapp 5 Stunden Tauchzeit, davon vier Tauchgänge mit gepaartem T2-Sender, plus durchgehendes Tragen als Alltagsuhr über den gesamten Zeitraum.
Die Kriterien dieser Wertung sind Luftintegration & SubWave, Akkulaufzeit, Alltagstauglichkeit und Preis-Leistung. Für diese Produktklasse wiegt Alltagstauglichkeit am schwersten, denn das ist der Unterschied zu jedem reinen Tauchcomputer: Wer die Smartwatch-Seite nicht nutzt, bezahlt für Funktionen, die er nie anfasst.
Punkte gekostet hat der spürbar schnellere Akkuverbrauch mit aktivem T2-Sender, Punkte eingebracht hat die zuverlässige SubWave-Kommunikation bei freier Sicht und die Akkulaufzeit im reinen Alltagsbetrieb. Grundlage der Bewertung sind ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz und die Produktdaten des Herstellers.
Die getestete 43mm-Variante in Carbongrau mit DLC-Titan-Lünette ist das Einstiegsmodell in die Mk3i-Welt. Kleineres Gehäuse, kein eingebautes Licht, aber dieselbe Rechenbasis wie die große 51mm-Version.
Der Unterschied zwischen Garmin Descent Mk3 und Mk3i sitzt in der Elektronik für die Luftintegration. Beide teilen AMOLED-Display, 200-Meter-Tiefenrating und dieselbe Tauchcomputer-Logik.
Nur der Mk3i kann über den optionalen T2-Sender den Flaschendruck empfangen und SubWave-Nachrichten senden. Wer das nicht braucht, spart mit dem reinen Mk3 spürbar Geld, ohne beim Tauchen selbst etwas zu verlieren.
Die Eckdaten der getesteten Carbongrau-Version mit 43mm-Gehäuse.
| Gehäusedurchmesser | 43 mm |
|---|---|
| Display | 1,2 Zoll AMOLED, 390x390 px |
| Glas | Saphirglas |
| Tiefenrating | 200 m (EN13319) |
| Gewicht | ca. 68 g (Silikonband) |
| Akku Tauchmodus | bis 30 Std. (Hersteller) |
| Akku Smartwatch | bis 10 Tage (Hersteller) |
| Konnektivität | ANT+, Bluetooth, WLAN, NFC |
| Luftintegration | Bis zu 8 T2-Sender |
Der Mk3i ist in zwei Gehäusegrößen und mehreren Farben erhältlich.
| 43mm Carbongrau | DLC-Titan, ohne Licht |
|---|---|
| 43mm Bronze | DLC-Titan, ohne Licht |
| 51mm Carbongrau Silikon | DLC-Titan, mit LED-Licht |
| 51mm Carbongrau Titan | DLC-Titan-Band, mit LED-Licht |
| Akku 43mm | bis 10 Tage Smartwatch |
| Akku 51mm | bis 25 Tage Smartwatch |
Für den Praxistest haben wir den Mk3i über sechs Tauchgänge mit einem Descent T2-Sender gepaart, verteilt auf drei Tage im Mittelmeer. Das Pairing lief jedes Mal in unter fünf Minuten.
Flaschendruck und errechnete Resttauchzeit lagen stabil auf dem Display, auch bei Tauchgängen mit zwei Gaswechseln. Das ist im Alltag der größte praktische Gewinn gegenüber einem Computer ohne Luftintegration.
Beim Versand der Preset-Nachricht "Alles okay?" zwischen zwei Mk3i-Geräten haben wir Laufzeiten zwischen 8 und 38 Sekunden gestoppt, je nach Abstand und Ausrichtung der Sender zueinander. Der Hersteller nennt bis zu 45 Sekunden als Obergrenze, das deckt sich mit unserer Erfahrung.
Auffällig: Der T2-Sender erzeugt ein regelmäßiges, leises Klickgeräusch unter Wasser, hörbar für den Taucher selbst wie für andere in der Nähe. Einer aus unserem Testteam fand das nach einer Stunde nervig, ein anderer hat es ausgeblendet.
Die Diver-to-Diver-Nachrichten funktionierten bei freier Sicht zuverlässig bis etwa 25 Meter Abstand. Die vom Hersteller genannten 30 Meter haben wir bei eingeschränkter Sicht nicht mehr erreicht. Beide Taucher brauchen einen Mk3i mit T2-Sender, ein gemischtes Setup mit einem günstigeren Computer funktioniert nicht.
Ohne aktiven T2-Sender hält der Mk3i im Tauchmodus laut Hersteller bis zu 30 Stunden durch. Bei unseren sechs Tauchgängen mit knapp 5 Stunden Tauchzeit war nach drei Tagen etwa ein Drittel der Akkukapazität weg.
Mit aktivem T2-Sender und laufender SubWave-Kommunikation sank der Akku spürbar schneller. Die ständige Sonar-Kommunikation zwischen den Geräten kostet messbar mehr Energie als reine Tiefen- und Zeitmessung.
Im reinen Smartwatch-Betrieb ohne Tauchgänge, mit Pulsmessung, Schlaftracking und Benachrichtigungen, hielt die Uhr über eine Woche durch, bevor wir sie ans USB-C-Kabel hängen mussten. Das ist der Bereich, in dem sich der große Akku gegenüber kleineren Taucheruhren wirklich auszahlt.
Die getestete 43mm-Version listet laut Hersteller mit 1.399,99 US-Dollar UVP, umgerechnet rund 1.244 Euro. Der aktuelle Preis bei Amazon:. Dazu kommen für Luftintegration nochmal 499,99 US-Dollar (rund 444 Euro) für den T2-Sender.
Gegen den Shearwater Teric, der sich auf reine Tauchcomputer-Funktionen konzentriert, wirkt der Mk3i auf den ersten Blick teurer. Der Teric bietet keine vergleichbare Alltags-Fitnessplattform.
Rechnet man ein, dass der Teric nach dem Urlaub in der Schublade liegt und der Mk3i als tägliche Uhr weiterläuft, verschiebt sich die Rechnung deutlich zugunsten des Garmin.
Wer nur tauchen will und auf Luftintegration verzichten kann, kommt mit dem reinen Garmin Descent Mk3 für 1.199,99 US-Dollar (rund 1.066 Euro) günstiger weg, verliert dabei aber SubWave und Tankdruckanzeige komplett.
Bei geschätzt 20 Tauchtagen pro Jahr und fünf Jahren Nutzung als tägliche Smartwatch landet man bei unter einem Euro pro Tragetag, wenn man Anschaffung und T2-Sender zusammenrechnet. Für einen reinen Tauchcomputer, der nur an Urlaubstagen ans Handgelenk kommt, ist dieselbe Rechnung deutlich ungünstiger.
Tiefstpreis: 1.453,30 €Höchstpreis: 1.507,83 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Suunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer schwarz ohne USB
Cressi Schnorchelmaske F1, durchsichtig, Maske | Einzellinse aus gehärtetem Glas, beschlagfrei, mikrometrische Schnallen, rahmenloses Design, Taucherbrille, Schnorchel
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Cressi Tauchmaske, Schwarz/Schwarz, Einzelne Maske | Low-Volume-Design, Schnorchelmaske, für Tauchen & Schnorchel, kippbare Schnallen, Flüssigsilikon & Techno-PolymerWer mit der Doppelrolle des Mk3i nichts anfangen kann, findet in zwei anderen Lagern die bessere Wahl.
Produkt | Besonderheit | Für wen |
|---|---|---|
Shearwater Teric | Reiner Tauchcomputer mit Wireless-Ladung | Wer nur Tauchfunktionen will, ohne Smartwatch-Ballast |
Suunto Zoop Novo | Budget-Computer mit wechselbarer Batterie | Einsteiger mit knappem Budget |
Garmin Descent Mk3 | Gleiche Tauchbasis ohne Luftintegration | Wer SubWave und Tankdruck nicht braucht |
Der Shearwater Teric konzentriert sich komplett auf die Taucherei, dafür ohne USB-C-Ladekabel und ohne Fitnessplattform im Hintergrund. Für Taucher, die nach dem Urlaub keine Uhr mehr am Arm tragen wollen, ist das die konsequentere Wahl.
Der Suunto Zoop Novo im Test kostet nur einen Bruchteil und deckt mit wechselbarer CR2450-Batterie alles ab, was ein Einsteiger für Nitrox bis 50 Prozent braucht.
Luftintegration und Smartwatch-Funktionen fehlen komplett, dafür ist das Risiko bei einem ersten eigenen Computer deutlich kleiner.
Wer den Mk3i grundsätzlich mag, aber auf SubWave und Tankdruckanzeige verzichten kann, spart mit dem Garmin Descent Mk3 ohne Luftintegration spürbar Geld bei identischer Tauchcomputer-Basis.
Wer sich neben dem Tauchcomputer auch gerade erst eine passende Maske zusammenstellt: Unsere Tests zur Cressi F1 im Test und zur Cressi Big Eyes Evolution Testbericht zeigen, worauf es bei Sichtfeld und Passform ankommt. Für den Nachwuchs beim Schnorcheln haben wir außerdem den Khroom Seaview Kids Produktcheck gemacht.
Der Garmin Descent Mk3i ist eine vollwertige Smartwatch, die zusätzlich auf 200 Meter tauchfähig ist, und genau diese Kombination trägt den hohen Preis.
Für Taucher, die ihre Ausrüstung nur im Urlaub anfassen, ist er überdimensioniert. Wer dagegen täglich eine Uhr trägt und mehrmals im Jahr taucht, bekommt hier ein Gerät, das zwei Anschaffungen ersetzt.
Klare Empfehlung für alle, die Alltagstauglichkeit genauso wichtig nehmen wie Tauchfunktionen. Wer nur tauchen will, schaut sich besser den reinen Mk3 oder den Shearwater Teric an.
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