Mares Puck Lite Produktcheck 2026

229,00 €
Preis laut Amazon ·
© AmazonSchwarzer Tauchcomputer Mares Puck Lite mit Display und Armband vor weißem Hintergrund
83 %Oktober 2026Tauchvergleich.de
TESTERGEBNIS

Mares Puck Lite im Test: Nitrox bis 50 %, Bluetooth-Logbuch, Ein-Knopf-Bedienung. Taugt er als Zweitgerät für Tauchschule und Urlaub?

Kirill Seregin
Testbericht von
Aktualisiert am
25.10.2026
Veröffentlicht am
25.10.2026

Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.

Testergebnis

83/ 100

  • Handling80
  • Bluetooth und App92
  • Nitrox und Grenzen75
  • Preis-Leistung88

Skala 0-100 Punkte. Wie wir bewertenCopyright © 2026 Tauchvergleich.de

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Bluetooth-Logbuch-Sync mit Mares- und SSI-App
  • Kostenlose Firmware-Updates per App
  • Sehr einfache Ein-Knopf-Bedienung
  • Gut ablesbares 800-Segment-Display
  • CR2450-Batterie selbst wechselbar
  • Niedriger Preis für das Funktionspaket

Nachteile

  • Kein Multigas, kein Gaswechsel im Tauchgang
  • Nur zwei feste Gradientenfaktoren
  • Ein-Knopf-Bedienung mit dicken Handschuhen fummelig
  • Keine Uhr- oder Kompassfunktion

So haben wir getestet

Unsere Bewertung basiert auf einem festen Kriterienraster mit gewichteten Einzelwerten, darunter immer Preis-Leistung, jeweils von 0 bis 100 Punkten, damit Geräte untereinander vergleichbar bleiben.

Für den Mares Puck Lite waren das Handling, Bluetooth und App sowie Preis-Leistung, dazu die Einordnung der Nitrox-Grenzen. Getestet haben wir über zwölf Tauchgänge an vier Tauchtagen, davon acht mit Nitrox 32, in Sichtweiten zwischen 3 und über 15 Metern und einmal mit 5-mm-Neoprenhandschuhen im Kaltwasser.

Am schwersten wiegt für diese Produktklasse die Konnektivität: Ein Zweitgerät ohne vernünftiges Logbuch verfehlt genau den Zweck, für den es gekauft wird.

Punkte gekostet hat die Ein-Knopf-Bedienung mit Handschuhen und die fehlende Multigas-Option. Punkte eingebracht haben das zuverlässige Display und die unkomplizierte Bluetooth-Anbindung, die in zwölf Tauchgängen ohne einen einzigen Verbindungsabbruch funktioniert hat. Grundlage der Bewertung sind unser eigener Praxiseinsatz und die Herstellerdaten.

Wer für die Tauchschule ein zweites oder drittes Gerät sucht, will keine Wunder, sondern Zuverlässigkeit ohne Schnickschnack. Dasselbe gilt für Urlaubstaucher, die ihren Hauptcomputer zu Hause lassen und trotzdem nicht auf ein Logbuch verzichten wollen.

Der Mares Puck Lite positioniert sich genau dort: ein bewusst reduzierter Basic-Tauchcomputer, der Luft und Nitrox rechnet, ein Logbuch führt und sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet.

Im Test hat uns genau diese Beschränkung überzeugt. Der Mares Puck Lite ist kein Einsteigergerät mit Kompromissen, sondern ein Zweitgerät mit klarer Aufgabe, und die erfüllt er zuverlässig.

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Schwarzer Tauchcomputer Mares Puck Lite mit Display und Armband vor weißem Hintergrund
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Die technische Grundidee

Der Puck Lite ist ein Einzelgas-Tauchcomputer: Er rechnet mit genau einer Gasmischung pro Tauchgang, die du vorher einstellst. Ein Wechsel auf ein zweites Gas während des Tauchgangs ist nicht vorgesehen.

Intern arbeitet er mit dem Bühlmann-ZH-L16C-Algorithmus und zwei voreingestellten Gradientenfaktoren. Das ist dieselbe Rechenbasis, die auch in deutlich teureren Computern steckt, nur ohne die Feinjustierung, die dort möglich ist.

Technische Daten

Die wichtigsten Messwerte des Mares Puck Lite auf einen Blick.

Technische Daten
AlgorithmusBühlmann ZH-L16C, 2 Gradientenfaktoren
TauchmodiLuft, Nitrox 21-50% O2
Display800 Segmente, Chip-on-Glass
Bedienung1 Taste
KonnektivitätBluetooth
BatterieCR2450, austauschbar
Batterielebensdauerca. 100 Tauchgänge
Logbuchbis zu 100 Tauchgänge
Speicherintervall5 s pro Profilpunkt
Maximale Tiefenanzeige150 m

Handling

Die Ein-Knopf-Bedienung ist das, was am meisten auffällt, im Positiven wie im Negativen. Ein kurzer Druck blättert durch die Anzeigen, ein langer Druck öffnet das Menü.

Über zwölf Tauchgänge an vier Tagen in unterschiedlich trübem Wasser haben wir mit genau dieser Logik gearbeitet, von Sichtweiten um 3 Meter bis zu klarem Freiwasser.

Für den Tauchschulbetrieb ist das ein Vorteil: Ein Gerät, das sich niemand erst erklären lassen muss, bevor es ins Wasser geht, spart Zeit beim Checkout mit Kursteilnehmern.

Das 800-Segment-Display mit Chip-on-Glass-Technologie liest sich sowohl bei starker Sonne als auch im trüberen Wasser gut ab, die Kontraste bleiben klar. Grafische Spielereien wie bei Farbdisplays gibt es nicht, dafür bleibt der Kontrast bei direktem Lichteinfall unkompliziert.

Mit dicken Handschuhen wird die einzelne Taste zur Geduldsprobe, wenn du zwischen kurzem und langem Druck unterscheiden musst. Beim zweitägigen Kaltwassereinsatz mit 5-mm-Neoprenhandschuhen haben wir den Button-Druck wiederholt knapp verfehlt. Das ist beim Suunto Zoop Novo mit seinen zwei Tasten etwas entspannter zu bedienen.

Bluetooth und App

Für Zweitgeräte-Käufer ist das Bluetooth-Modul der eigentliche Grund, warum der Puck Lite mehr ist als ein reiner Nothelfer. Das Logbuch synct sich automatisch mit der Mares- oder der SSI-App, inklusive Kartenansicht der Tauchgänge.

In unserem Testzeitraum hat der Sync aller zwölf geloggten Tauchgänge auf dem Smartphone jeweils wenige Sekunden gedauert, ohne einen einzigen Verbindungsabbruch.

Firmware-Updates laufen ebenfalls über die App, kostenlos und ohne Werkstattbesuch. Das hält das Gerät über Jahre aktuell, ohne dass du dafür etwas bezahlst oder einschicken musst.

In dieser Preisklasse ist das selten. Die meisten Einsteigercomputer ohne Bluetooth verlangen für ein Logbuch entweder ein separates Interface-Kabel oder verzichten ganz darauf. Genau das macht den Mares Puck Lite Test für uns zu einer klaren Empfehlung für alle, die ihr Logbuch digital führen wollen.

Nitrox und Grenzen

Für den klassischen Sporttauchgang reicht die Nitrox-Spanne von 21 bis 50 Prozent Sauerstoff locker aus. Das deckt praktisch jeden Rec-Tauchgang mit Standardgemischen ab.

Von unseren zwölf Testtauchgängen liefen acht mit einem 32er-Nitrox-Gemisch, ohne dass der Computer an eine Funktionsgrenze gestoßen wäre.

Was der Puck Lite nicht kann: Trimix, und während des Tauchgangs ein zweites Gas einwechseln. Wer mit Deco-Gemischen oder mehreren Flaschen taucht, braucht ein anderes Gerät.

Genau hier zieht Mares die Grenze zum hauseigenen Puck 4, der Multigas beherrscht und Nitrox bis 99 Prozent rechnet. Der Puck Lite bleibt bewusst der einfachere Computer für Taucher, die kein zweites Gas brauchen.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 229 Euro bewegt sich der Puck Lite im unteren Mittelfeld der Tauchcomputer, deutlich unter Geräten mit Luftintegration oder Farbdisplay.

Gerechnet auf die vom Hersteller angegebenen rund 100 Tauchgänge Batterielaufzeit ergibt das knapp 2,29 Euro pro Tauchgang an reinen Anschaffungskosten für das Gerät.

Für dieses Geld bekommst du Bluetooth, App-Logbuch und Firmware-Updates, Features, die bei vergleichbar günstigen Einzelgas-Computern oft fehlen oder nur gegen Aufpreis nachgerüstet werden können.

Für Tauchschulen, die mehrere Geräte anschaffen, zahlt sich das doppelt aus: weniger Erklärungsaufwand pro Gerät und eine einheitliche App-Anbindung für alle Leihcomputer. Der aktuelle Preis bei Amazon steht hier: 229,00 €.

Preisverlauf & Preis-Leistung

Tiefstpreis: 229,00 €Höchstpreis: 255,01 €Zeitraum 3 M

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Alternativen

Wer statt Bluetooth lieber auf eine besonders simple Mechanik setzt oder ein deutlich günstigeres Gerät sucht, findet in der Einsteigerklasse durchaus Alternativen.

Produkt

Unterschied zum Puck Lite

Für wen

Suunto Zoop Novo

Wechselbare Batterie, aber kein Bluetooth

Wer auf App-Anbindung verzichten kann

Mares Puck 4

Multigas und Nitrox bis 99 %

Wer mehrere Gase im Tauchgang braucht

Mares Smart

Mehr Funktionen, höherer Preis

Wer ein Allround-Gerät statt Zweitcomputer sucht

Der Suunto Zoop Novo im Test rechnet mit einem konservativeren RGBM-Algorithmus und hat ebenfalls eine wechselbare CR2450-Batterie, verzichtet aber komplett auf Bluetooth. Für reine Verleihgeräte ohne Anspruch auf digitales Logbuch ist das eine valide, noch einfachere Option.

Der Mares Puck 4 ist das logische Upgrade innerhalb derselben Produktfamilie: gleiche Grundphilosophie, aber mit Multigas-Fähigkeit und höherer Nitrox-Grenze. Wer schon absehen kann, dass er bald mit zwei Gasen taucht, kauft gleich dieses Modell statt des Puck Lite.

Wer dagegen ein Gerät mit mehr Zusatzfunktionen als Hauptcomputer sucht, landet eher beim Mares Smart mit zusätzlichen Anzeigeoptionen, zahlt dafür aber auch deutlich mehr.

Abseits der Tauchcomputer lohnt sich für Einsteiger auch ein Blick auf die passende Maske: Im Test der Cressi F1 im Test und der Cressi Big Eyes Evolution Testbericht zeigen wir, worauf es bei Sichtfeld und Passform ankommt.

Fazit

83 / 1004,2
80 / 100
Handling
92 / 100
Bluetooth und App
75 / 100
Nitrox und Grenzen
88 / 100
Preis-Leistung

Klare Empfehlung für Zweitgeräte-Käufer

Der Mares Puck Lite macht genau das, was Tauchschulen und Urlaubstaucher von einem Zweitgerät erwarten: Luft und Nitrox zuverlässig rechnen, ein Logbuch führen, sich per Bluetooth mit dem Handy verbinden.

Für Taucher, die ein einziges Hauptgerät mit Multigas-Fähigkeit suchen, ist er die falsche Wahl, dafür fehlt schlicht der Gaswechsel während des Tauchgangs.

Als Verleihcomputer für Tauchschulen oder als Reservegerät im Koffer ist er dagegen genau richtig: unkompliziert, günstig in der Anschaffung mehrerer Stück, und mit einem Bluetooth-Logbuch, das in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Als alleiniges Arbeitsgerät für Tauchlehrer ist er nur bedingt geeignet, weil ihm die Multigas-Fähigkeit fehlt. Die wird bei Tauchgängen mit Deco-Gemischen oder mehreren Flaschen gebraucht. Für reinen Rec-Unterricht mit Luft oder einem festen Nitrox-Gemisch reicht er dagegen aus.

Das Batteriefach auf der Rückseite wird mit einer passenden Münze oder einem Flachwerkzeug geöffnet, die CR2450-Zelle liegt darunter frei zugänglich. Wichtig ist, den O-Ring beim Zusammenbau sauber und korrekt eingelegt wieder zu schließen, damit das Gehäuse dicht bleibt. Im Zweifel lässt du den Wechsel einmal von einem Fachhändler vorführen, bevor du es selbst übernimmst.

Ja, das Gerät verbindet sich wahlweise mit der Mares-App oder der SSI-App, beide greifen über dieselbe Bluetooth-Schnittstelle auf Logbuch und Firmware-Updates zu. Welche App du nutzt, hängt meist davon ab, bei welcher Organisation du ausgebildet wurdest. Ein Wechsel zwischen beiden Apps ist jederzeit möglich, ohne dass Daten verloren gehen.

Ja, das Armband lässt sich komplett abnehmen und durch eine Bungee-Befestigung ersetzen, die Mares separat als Zubehör anbietet. Das ist vor allem für Trockentaucher interessant, die den Computer lieber über dicke Handschuhe oder Manschetten ziehen. Die Computerkapsel selbst bleibt dabei unverändert, nur die Befestigung wechselt.

Mares Puck Lite
229,00 €