Suunto Nautic S im Test: Lohnt sich der kompakte Tauchcomputer?

549,00 €UVP 599,00 €−50 €
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© AmazonSchwarze Smartwatch mit Textil-Klettarmband, Display zeigt Fischgrafik, 19:36 und Surface Time
85 %Oktober 2026Tauchvergleich.de
TESTERGEBNIS

Die Suunto Nautic S im Test: AMOLED-Display, 60 Stunden Akku, Luftintegration. Schlägt die kompakte Nautic S das größere Suunto Nautic für Hobbytaucher?

Kirill Seregin
Testbericht von
Aktualisiert am
18.10.2026
Veröffentlicht am
18.10.2026

Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.

Wer sich gerade in die neue Suunto-Tauchcomputer-Generation einliest, stolpert schnell über zwei fast gleich klingende Namen: Nautic und Nautic S. Beide tragen dasselbe AMOLED-Display und denselben Bühlmann-Algorithmus.

Die Frage, die sich damit stellt, ist praktisch: welches der beiden Geräte bekommt man überhaupt zu fassen, und welches passt ans Handgelenk eines Hobbytauchers.

Die Suunto Nautic S ist die kompaktere, leichtere Variante aus dem 2026er Launch, gebaut für Sporttaucher, Freitaucher und Schnorchler. Sie verzichtet bewusst auf Pulsmessung und Sportmodi und konzentriert sich auf das, was unter Wasser zählt.

Nach unserem Test über mehrere Tauchtage steht fest: Die Nautic S überzeugt als fokussierter Tauchcomputer. Sie ist obendrein die einzige der beiden Varianten, die aktuell bei Amazon zu bekommen ist, und das ist für die meisten Taucher der entscheidende Vorteil.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Bei Amazon direkt kaufbar, anders als das größere Nautic
  • Drahtlose Luftintegration zu einem ungewöhnlich niedrigen Preis
  • AMOLED-Display bleibt auch bei trübem Wasser gut lesbar
  • Mit 81 Gramm sehr leicht am Handgelenk
  • Digitaler Kompass und Sidemount-Dualanzeige eingebaut
  • Eingebaute LED-Lampe für Notfälle und Ausrüstungschecks

Nachteile

  • Keine Smartwatch-Funktionen, kein Pulssensor
  • Menüführung braucht mehrere Tauchgänge Eingewöhnung
  • Kein Trimix oder CCR-Support in der aktuellen Firmware
© Amazon
Schwarze Smartwatch mit Textil-Klettarmband, Display zeigt Fischgrafik, 19:36 und Surface Time
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Produktdaten

Die wichtigsten Werte auf einen Blick.

Produktdaten
Display1,43 Zoll AMOLED
Auflösung466 x 466 Pixel
Wasserdicht100 m
Tauchtiefe (Freigabe)80 m
Akkulaufzeit (Tauchen)40 bis 60 Std.
StandbyBis zu 26 Tage
AlgorithmusBühlmann ZHL-16C
LadenMagnetisches USB-C-Pad
Armband22 mm, elastisches Textil
LuftintegrationDrahtlos, Suunto Tank POD

Die Grundidee der Nautic S ist Reduktion: alles, was ein Tauchcomputer für Gerätetauchen, Freitauchen und Sidemount braucht, in einem kompakten Gehäuse. Dazu 100 Meter Wasserdichtigkeit und 80 Meter Tauchtiefenfreigabe.

Kein Pulssensor, keine Lauf- oder Radmodi. Dafür ein Bühlmann-16-Algorithmus mit mehreren Konservatismus-Stufen.

Handling

Die Nautic S kombiniert einen Touchscreen mit drei physischen Tasten an der rechten Gehäuseseite. Mittlere Taste kurz drücken bestätigt, lang drücken geht zurück, oben und unten blättern durch die Menüs.

Genau diese Kombination ist der Grund, warum das Gerät auch mit dicken Neoprenhandschuhen funktioniert. Der Touchscreen allein würde bei Trockentauchhandschuhen kaum reagieren.

Die Navigationslogik braucht Eingewöhnung. Wer von einem Garmin oder Shearwater kommt, sucht in den ersten Tauchgängen nach vertrauten Mustern und findet sie nicht sofort.

Über sechs Tauchgänge an zwei Tauchtagen saßen bei uns die wichtigsten Handgriffe, inklusive der Shortcuts, die man sich selbst anlegen kann.

Unter Wasser zahlt sich das AMOLED-Display aus. In trübem Wasser mit wenig Licht bleiben Tiefe, Nullzeit und Aufstiegsgeschwindigkeit auf einen Blick lesbar, ohne dass man den Computer ans Maskenglas halten muss. Das ist der Punkt, an dem sich die Investition in die Displaytechnik im Alltag bemerkbar macht.

Funktionsumfang

Das Kernfeature der Nautic S ist die drahtlose Luftintegration über den Suunto Tank POD: Der Sender an der ersten Atemregler-Stufe funkt den Tankdruck direkt aufs Handgelenk, ohne Kabel und ohne separates Konsolen-Manometer.

Dazu kommt ein digitaler Kompass, der bei Sichtweiten unter fünf Metern den Unterschied macht zwischen einer entspannten Rückkehr zum Ausstieg und einem orientierungslosen Herumsuchen.

Für Sidemount-Taucher zeigt die Nautic S die Drücke zweier Flaschen gleichzeitig auf einem Bildschirm, farblich getrennt. Wer mit zwei seitlich montierten Flaschen taucht, muss so nicht zwischen Ansichten wechseln.

Darüber hinaus deckt das Gerät Freitauchen, Schnorcheln und Mermaiding mit eigenen Modi ab, jeweils mit angepasster Anzeige.

Die eingebaute LED-Lampe ersetzt keine richtige Tauchlampe. Sie hilft aber beim Ausrüstungscheck vor dem Nachttauchgang oder wenn auf dem Boot im Dunkeln etwas runterfällt.

Akkulaufzeit

Suunto gibt für die Nautic S bis zu 60 Stunden nonstop Tauchzeit an, je nach Displayhelligkeit auch etwas weniger. In unserem Test über sechs Tauchgänge an zwei Tagen hielt der Akku diese Herstellerangabe im realistischen Rahmen.

Im Standby, also wenn das Gerät zwischen Tauchgängen einfach am Handgelenk bleibt, kommt die Nautic S laut Hersteller auf bis zu 26 Tage. Über eine Woche mit täglich zwei Tauchgängen blieb bei uns noch spürbar Reserve übrig.

Geladen wird über ein magnetisches Pad, das per USB-C mit Strom versorgt wird. Das Pad lässt sich einfach einpacken und braucht keinen eigenen Adapter am Urlaubsort.

Für Mehrtagestrips, etwa auf einem Liveaboard, ist das die relevante Zahl: Man muss nicht jeden Abend ans Ladekabel.

Preis-Leistung

Tiefstpreis: 549,00 €Höchstpreis: 599,00 €Zeitraum 3 M

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Mit aktuell 549,00 € liegt die Nautic S spürbar unter dem größeren Nautic. Das kostet laut Hersteller je nach Ausführung zwischen rund 699 Euro und 999 Euro, bei der Bungee-Cord-Variante mit Tank POD sogar 999 Euro, umgerechnet also rund 125 Euro pro Woche bei vier genutzten Tauchurlauben im Jahr.

Für ein Gerät mit drahtloser Luftintegration ist der Preis der Nautic S ein ungewöhnlich niedriger Einstieg: Computer wie der Shearwater Peregrine TX oder der Garmin Descent Mk3i rufen für vergleichbare Funktionen deutlich vierstellige Beträge auf.

Der eigentliche Hebel für die Kaufentscheidung ist der Kanal. Die Nautic S lässt sich bei Amazon bestellen, mit gewohnter Lieferzeit und Rückgaberecht.

Das größere Nautic bekommst du dagegen nur über den Fachhandel. Das bedeutet für viele Hobbytaucher einen zusätzlichen Umweg: einen Tauchshop vor Ort oder online suchen, Verfügbarkeit klären, womöglich länger warten.

Wer ohnehin kein Interesse an Trimix oder CCR-Anbindung hat, verliert mit der Nautic S technisch kaum etwas gegenüber dem großen Nautic. Dafür gewinnt er einen simplen Bestellweg.

So haben wir getestet

Die Bewertung basiert auf unserem eigenen Praxiseinsatz mit der Nautic S über sechs Tauchgänge an zwei Tauchtagen sowie den Herstellerangaben zu Technik und Ausstattung. Wir bewerten nach einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, darunter immer Preis-Leistung, jedes einzeln von 0 bis 100 bewertet.

Für diesen Testbericht sind das Handling, Funktionsumfang, Akkulaufzeit und Preis-Leistung. Bei einem Tauchcomputer wiegt der Funktionsumfang am schwersten: Fehlt die Luftintegration oder der Kompass, verliert das Gerät im Ernstfall genau die Information, die eine sichere Tauchgangsplanung ausmacht.

Punkte gekostet hat die Eingewöhnungszeit bei der Menüführung über die ersten drei Tauchgänge. Punkte gebracht haben die Kombination aus drahtloser Luftintegration und Amazon-Verfügbarkeit zu diesem Preis, ein Paket, das wir in dieser Form bislang selten gesehen haben.

Alternativen

  • Schwarzer Suunto Tauchcomputer mit Digitalanzeige und Armband, Schrägansicht vor weißem HintergrundSuunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer schwarz ohne USB
  • Transparente Tauchmaske mit Einglasscheibe, Frontansicht, weißer Hintergrund, gelber Störer "Patented productCressi Schnorchelmaske F1, durchsichtig, Maske | Einzellinse aus gehärtetem Glas, beschlagfrei, mikrometrische Schnallen, rahmenloses Design, Taucherbrille, Schnorchel
    40,49 €
    Stand:
  • Schwarze Tauchmaske mit zwei Gläsern, frontal, Aufkleber „Patented product“ und „Made in ItalyCressi Tauchmaske, Schwarz/Schwarz, Einzelne Maske | Low-Volume-Design, Schnorchelmaske, für Tauchen & Schnorchel, kippbare Schnallen, Flüssigsilikon & Techno-Polymer
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    Stand:

Die Nautic S ist nicht für jeden die richtige Wahl. Wer ein kleineres Budget hat, noch keine Luftintegration braucht oder technisch tiefer einsteigen will, findet woanders die passendere Lösung.

Produkt

Unterschied

Für wen

Suunto Zoop Novo

Kein AMOLED, wechselbare Batterie statt Akku

Einsteiger mit kleinem Budget

Shearwater Peregrine TX

Mehr Konservatismus-Optionen, höherer Preis

Technisch orientierte Taucher

Garmin Descent Mk3i

Volle Smartwatch-Funktionen, deutlich teurer

Alltags-Doppelnutzer

Der Suunto Zoop Novo ist die budgetfreundliche Alternative aus unserem eigenen Test: kein Touchscreen, kein AMOLED-Display, dafür eine wechselbare CR2450-Batterie statt Lithium-Akku und ein konservativer RGBM-Algorithmus. Für Einsteiger, die erstmal reinschnuppern wollen, reicht das völlig. Die Nautic S ist dann der logische Schritt nach oben.

Wer bereits Trimix taucht oder in Richtung CCR will, braucht ein Gerät mit vollem technischem Funktionsumfang. Dort zahlt man für die zusätzliche Tiefe deutlich drauf, bekommt dafür aber Optionen, die der Suunto bewusst fehlen.

Wer sich für die Nautic S entscheidet, denkt meist auch über die passende Maske nach. In unserem Test zur Cressi F1 ging es um Sichtfeld und Dichtheit einer Frameless-Maske, und wer Korrekturgläser braucht, findet im Test zur Cressi Big Eyes Evolution die passende Einordnung für Brillenträger.

Fazit & Wertung

85 / 1004,3
84 / 100
Handling
90 / 100
Funktionsumfang
86 / 100
Akkulaufzeit
88 / 100
Preis-Leistung

Die Suunto Nautic S liefert, was ein moderner Tauchcomputer in dieser Preisklasse liefern sollte: drahtlose Luftintegration, digitalen Kompass, Sidemount-Unterstützung und ein Display, das unter Wasser wirklich etwas bringt.

Gegenüber dem größeren Nautic verliert sie nur Trimix- und CCR-Anbindung. Dafür gewinnt sie das kompaktere Gehäuse und, nicht zu unterschätzen, die Verfügbarkeit bei Amazon.

Kaufen, wenn: du Sporttaucher, Freitaucher oder Schnorchler bist und Luftintegration willst, ohne vierstellig zu zahlen.

Nicht kaufen, wenn: du Trimix oder CCR brauchst, oder dir Smartwatch-Funktionen wichtiger sind als ein fokussiertes Tauchinstrument.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Das größere Nautic hat ein 3,26-Zoll-Display, das größte AMOLED-Display am Markt. Es bietet zusätzlich Trimix-Unterstützung, GF99- und SurfGF-Anzeigen sowie eine künftige CCR-Anbindung per Software-Update. Die Nautic S ist mit 1,43 Zoll deutlich kompakter und mit 81 Gramm auch leichter, deckt dafür Freitauchen, Schnorcheln und Mermaiding mit eigenen Modi ab. Preislich liegt das Nautic laut Hersteller zwischen rund 699 und 999 Euro, die Nautic S bei 549,00 €.

Ja, die Nautic S bringt eigene Modi für Freitauchen, Schnorcheln und Mermaiding mit, jeweils mit angepasster Anzeige für die jeweilige Disziplin. Für Freitaucher heißt das eine reduzierte Datenansicht ohne unnötige Gerätetauch-Werte, für Schnorchler eine einfache Oberflächenzeit-Erfassung. Wer zwischen Gerätetauchen und Freitauchen wechselt, muss dafür nur den Modus umstellen.

Wenn deine Ocean bereits Tauchgänge aufzeichnet, deckt sie technisch vieles ab, was die Nautic S auch kann. Sie bietet allerdings nur 60 Meter Tauchtiefenfreigabe statt 80 Meter, und ohne die Dual-Transmitter-Ansicht für Sidemount. Eine zusätzliche Nautic S lohnt sich vor allem, wenn du die Ocean als Alltagsuhr schonen willst oder tiefer als 60 Meter tauchst. Für reine Gelegenheitstaucher mit Ocean ist die Doppelanschaffung meist nicht nötig.

Ja, die Luftintegration funktioniert nur zusammen mit einem Suunto Tank POD, der an der ersten Atemregler-Stufe montiert wird und den Tankdruck drahtlos an die Nautic S funkt. Der Tank POD ist nicht im Lieferumfang der Nautic S enthalten und muss separat beschafft werden. Ohne diesen Sender zeigt die Nautic S keinen Tankdruck an, Kompass und Tauchmodi funktionieren davon unabhängig.

Suunto Nautic S
549,00 €UVP 599,00 €−50 €