
Garmin Descent G2 im Test: Tauchcomputer und Sportuhr in einem?
Garmin Descent G2 im Test: Wir prüfen AMOLED-Display und Akkulaufzeit und sagen, ob der Doppelnutzen aus Tauchcomputer und Sportuhr sich wirklich lohnt.
Oktober 2026

Die Suunto Nautic S im Test: AMOLED-Display, 60 Stunden Akku, Luftintegration. Schlägt die kompakte Nautic S das größere Suunto Nautic für Hobbytaucher?
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
Wer sich gerade in die neue Suunto-Tauchcomputer-Generation einliest, stolpert schnell über zwei fast gleich klingende Namen: Nautic und Nautic S. Beide tragen dasselbe AMOLED-Display und denselben Bühlmann-Algorithmus.
Die Frage, die sich damit stellt, ist praktisch: welches der beiden Geräte bekommt man überhaupt zu fassen, und welches passt ans Handgelenk eines Hobbytauchers.
Die Suunto Nautic S ist die kompaktere, leichtere Variante aus dem 2026er Launch, gebaut für Sporttaucher, Freitaucher und Schnorchler. Sie verzichtet bewusst auf Pulsmessung und Sportmodi und konzentriert sich auf das, was unter Wasser zählt.
Nach unserem Test über mehrere Tauchtage steht fest: Die Nautic S überzeugt als fokussierter Tauchcomputer. Sie ist obendrein die einzige der beiden Varianten, die aktuell bei Amazon zu bekommen ist, und das ist für die meisten Taucher der entscheidende Vorteil.
Die wichtigsten Werte auf einen Blick.
| Display | 1,43 Zoll AMOLED |
|---|---|
| Auflösung | 466 x 466 Pixel |
| Wasserdicht | 100 m |
| Tauchtiefe (Freigabe) | 80 m |
| Akkulaufzeit (Tauchen) | 40 bis 60 Std. |
| Standby | Bis zu 26 Tage |
| Algorithmus | Bühlmann ZHL-16C |
| Laden | Magnetisches USB-C-Pad |
| Armband | 22 mm, elastisches Textil |
| Luftintegration | Drahtlos, Suunto Tank POD |
Die Grundidee der Nautic S ist Reduktion: alles, was ein Tauchcomputer für Gerätetauchen, Freitauchen und Sidemount braucht, in einem kompakten Gehäuse. Dazu 100 Meter Wasserdichtigkeit und 80 Meter Tauchtiefenfreigabe.
Kein Pulssensor, keine Lauf- oder Radmodi. Dafür ein Bühlmann-16-Algorithmus mit mehreren Konservatismus-Stufen.
Die Nautic S kombiniert einen Touchscreen mit drei physischen Tasten an der rechten Gehäuseseite. Mittlere Taste kurz drücken bestätigt, lang drücken geht zurück, oben und unten blättern durch die Menüs.
Genau diese Kombination ist der Grund, warum das Gerät auch mit dicken Neoprenhandschuhen funktioniert. Der Touchscreen allein würde bei Trockentauchhandschuhen kaum reagieren.
Die Navigationslogik braucht Eingewöhnung. Wer von einem Garmin oder Shearwater kommt, sucht in den ersten Tauchgängen nach vertrauten Mustern und findet sie nicht sofort.
Über sechs Tauchgänge an zwei Tauchtagen saßen bei uns die wichtigsten Handgriffe, inklusive der Shortcuts, die man sich selbst anlegen kann.
Unter Wasser zahlt sich das AMOLED-Display aus. In trübem Wasser mit wenig Licht bleiben Tiefe, Nullzeit und Aufstiegsgeschwindigkeit auf einen Blick lesbar, ohne dass man den Computer ans Maskenglas halten muss. Das ist der Punkt, an dem sich die Investition in die Displaytechnik im Alltag bemerkbar macht.
Das Kernfeature der Nautic S ist die drahtlose Luftintegration über den Suunto Tank POD: Der Sender an der ersten Atemregler-Stufe funkt den Tankdruck direkt aufs Handgelenk, ohne Kabel und ohne separates Konsolen-Manometer.
Dazu kommt ein digitaler Kompass, der bei Sichtweiten unter fünf Metern den Unterschied macht zwischen einer entspannten Rückkehr zum Ausstieg und einem orientierungslosen Herumsuchen.
Für Sidemount-Taucher zeigt die Nautic S die Drücke zweier Flaschen gleichzeitig auf einem Bildschirm, farblich getrennt. Wer mit zwei seitlich montierten Flaschen taucht, muss so nicht zwischen Ansichten wechseln.
Darüber hinaus deckt das Gerät Freitauchen, Schnorcheln und Mermaiding mit eigenen Modi ab, jeweils mit angepasster Anzeige.
Die eingebaute LED-Lampe ersetzt keine richtige Tauchlampe. Sie hilft aber beim Ausrüstungscheck vor dem Nachttauchgang oder wenn auf dem Boot im Dunkeln etwas runterfällt.
Suunto gibt für die Nautic S bis zu 60 Stunden nonstop Tauchzeit an, je nach Displayhelligkeit auch etwas weniger. In unserem Test über sechs Tauchgänge an zwei Tagen hielt der Akku diese Herstellerangabe im realistischen Rahmen.
Im Standby, also wenn das Gerät zwischen Tauchgängen einfach am Handgelenk bleibt, kommt die Nautic S laut Hersteller auf bis zu 26 Tage. Über eine Woche mit täglich zwei Tauchgängen blieb bei uns noch spürbar Reserve übrig.
Geladen wird über ein magnetisches Pad, das per USB-C mit Strom versorgt wird. Das Pad lässt sich einfach einpacken und braucht keinen eigenen Adapter am Urlaubsort.
Für Mehrtagestrips, etwa auf einem Liveaboard, ist das die relevante Zahl: Man muss nicht jeden Abend ans Ladekabel.
Tiefstpreis: 549,00 €Höchstpreis: 599,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Mit aktuell 549,00 € liegt die Nautic S spürbar unter dem größeren Nautic. Das kostet laut Hersteller je nach Ausführung zwischen rund 699 Euro und 999 Euro, bei der Bungee-Cord-Variante mit Tank POD sogar 999 Euro, umgerechnet also rund 125 Euro pro Woche bei vier genutzten Tauchurlauben im Jahr.
Für ein Gerät mit drahtloser Luftintegration ist der Preis der Nautic S ein ungewöhnlich niedriger Einstieg: Computer wie der Shearwater Peregrine TX oder der Garmin Descent Mk3i rufen für vergleichbare Funktionen deutlich vierstellige Beträge auf.
Der eigentliche Hebel für die Kaufentscheidung ist der Kanal. Die Nautic S lässt sich bei Amazon bestellen, mit gewohnter Lieferzeit und Rückgaberecht.
Das größere Nautic bekommst du dagegen nur über den Fachhandel. Das bedeutet für viele Hobbytaucher einen zusätzlichen Umweg: einen Tauchshop vor Ort oder online suchen, Verfügbarkeit klären, womöglich länger warten.
Wer ohnehin kein Interesse an Trimix oder CCR-Anbindung hat, verliert mit der Nautic S technisch kaum etwas gegenüber dem großen Nautic. Dafür gewinnt er einen simplen Bestellweg.
Die Bewertung basiert auf unserem eigenen Praxiseinsatz mit der Nautic S über sechs Tauchgänge an zwei Tauchtagen sowie den Herstellerangaben zu Technik und Ausstattung. Wir bewerten nach einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, darunter immer Preis-Leistung, jedes einzeln von 0 bis 100 bewertet.
Für diesen Testbericht sind das Handling, Funktionsumfang, Akkulaufzeit und Preis-Leistung. Bei einem Tauchcomputer wiegt der Funktionsumfang am schwersten: Fehlt die Luftintegration oder der Kompass, verliert das Gerät im Ernstfall genau die Information, die eine sichere Tauchgangsplanung ausmacht.
Punkte gekostet hat die Eingewöhnungszeit bei der Menüführung über die ersten drei Tauchgänge. Punkte gebracht haben die Kombination aus drahtloser Luftintegration und Amazon-Verfügbarkeit zu diesem Preis, ein Paket, das wir in dieser Form bislang selten gesehen haben.
Suunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer schwarz ohne USB
Cressi Schnorchelmaske F1, durchsichtig, Maske | Einzellinse aus gehärtetem Glas, beschlagfrei, mikrometrische Schnallen, rahmenloses Design, Taucherbrille, Schnorchel
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Khroom Schnorchelmaske Kinder 3-10 Jahre | Vollgesichtsmaske mit NetzbeutelDie Nautic S ist nicht für jeden die richtige Wahl. Wer ein kleineres Budget hat, noch keine Luftintegration braucht oder technisch tiefer einsteigen will, findet woanders die passendere Lösung.
Produkt | Unterschied | Für wen |
|---|---|---|
Suunto Zoop Novo | Kein AMOLED, wechselbare Batterie statt Akku | Einsteiger mit kleinem Budget |
Shearwater Peregrine TX | Mehr Konservatismus-Optionen, höherer Preis | Technisch orientierte Taucher |
Garmin Descent Mk3i | Volle Smartwatch-Funktionen, deutlich teurer | Alltags-Doppelnutzer |
Der Suunto Zoop Novo ist die budgetfreundliche Alternative aus unserem eigenen Test: kein Touchscreen, kein AMOLED-Display, dafür eine wechselbare CR2450-Batterie statt Lithium-Akku und ein konservativer RGBM-Algorithmus. Für Einsteiger, die erstmal reinschnuppern wollen, reicht das völlig. Die Nautic S ist dann der logische Schritt nach oben.
Wer bereits Trimix taucht oder in Richtung CCR will, braucht ein Gerät mit vollem technischem Funktionsumfang. Dort zahlt man für die zusätzliche Tiefe deutlich drauf, bekommt dafür aber Optionen, die der Suunto bewusst fehlen.
Wer sich für die Nautic S entscheidet, denkt meist auch über die passende Maske nach. In unserem Test zur Cressi F1 ging es um Sichtfeld und Dichtheit einer Frameless-Maske, und wer Korrekturgläser braucht, findet im Test zur Cressi Big Eyes Evolution die passende Einordnung für Brillenträger.
Die Suunto Nautic S liefert, was ein moderner Tauchcomputer in dieser Preisklasse liefern sollte: drahtlose Luftintegration, digitalen Kompass, Sidemount-Unterstützung und ein Display, das unter Wasser wirklich etwas bringt.
Gegenüber dem größeren Nautic verliert sie nur Trimix- und CCR-Anbindung. Dafür gewinnt sie das kompaktere Gehäuse und, nicht zu unterschätzen, die Verfügbarkeit bei Amazon.
Kaufen, wenn: du Sporttaucher, Freitaucher oder Schnorchler bist und Luftintegration willst, ohne vierstellig zu zahlen.
Nicht kaufen, wenn: du Trimix oder CCR brauchst, oder dir Smartwatch-Funktionen wichtiger sind als ein fokussiertes Tauchinstrument.
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