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Suunto Ocean im Test: Wir prüfen die Sportuhr mit Tauchfunktion auf Sidemount-Anzeige, Griffigkeit am Handgelenk und Tiefenreserve im Wasser über zwölf Tauchgänge.
Oktober 2026

Der Mares Puck 4 im Test: Bühlmann ZH-L16C, Bluetooth-Logtransfer und einstellbare Gradientenfaktoren für Einsteiger, die wirklich mitdenken wollen.
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
Günstiger Einstieg oder doch lieber ein Gerät, bei dem man selbst an der Dekompression drehen kann? Genau zwischen diesen beiden Lagern steht, wer sich gerade für einen ersten eigenen Tauchcomputer entscheidet.
Der Mares Puck 4 tritt als Nachfolger des bewährten Puck Pro an und bringt etwas mit, das es in dieser Preisklasse vorher kaum gab: den Bühlmann ZH-L16C Algorithmus mit frei einstellbaren Gradientenfaktoren statt des alten Mares-Wienke RGBM.
Unser erstes Urteil nach 14 Tauchgängen über drei Wochen: Der Puck 4 ist der bessere Puck, aber nur dann ein echter Fortschritt, wenn du auch verstehst, was du mit den GF-Werten einstellst.
Unsere Bewertung basiert auf gewichteten Kriterien, jedes von 0 bis 100 bewertet, nach demselben Verfahren wie bei jedem Tauchcomputer in unseren Tests.
Wir haben den Puck 4 über 14 Tauchgänge in drei Wochen im Freiwasser getragen, davon zwei Tauchgänge mit dicken Handschuhen im kälteren Wasser, und die Gradientenfaktoren über fünf Tauchgänge hinweg zwischen GF 30/70 und GF 40/85 variiert, um Unterschiede im Verhalten zu dokumentieren.
Für diese Produktklasse wiegt das Kriterium Algorithmus & Gradientenfaktoren am schwersten: Ein Einsteigercomputer ohne verständliche Einstellmöglichkeiten lässt den Taucher im Dunkeln über seine eigene Dekompression. Genau hier hat der Puck 4 gegenüber dem starren RGBM des Puck Pro am meisten Punkte geholt.
Abgezogen haben wir bei Bedienung & Display, weil das fehlende Farbdisplay und die reine Ein-Knopf-Logik objektiv Komfort kosten, auch wenn sie im Wasser funktioniert. Grundlage unserer Bewertung sind ausschließlich der eigene Praxiseinsatz und die Produktdaten.
Die Eckdaten des Mares Puck 4 im Überblick, Einordnung dazu findest du im Fließtext.
| Algorithmus | Bühlmann ZH-L16C, GF einstellbar |
|---|---|
| Display | 800-Segment Chip-on-Glass, 38 mm |
| Tiefengrenze | 150 m |
| Gewicht | 104 g inkl. Armband |
| Gehäusemaße | 61 x 23 mm |
| Batterie | CR2450, nutzerwechselbar |
| Logbuch | 100 Tauchgänge / 100 Std. |
| Konnektivität | Bluetooth |
| Gasmodi | Luft, Nitrox 21-99 %, bis 3 Gase |
Bevor die Tabelle kommt, kurz zur Grundidee: Der Puck 4 ist technisch ein Puck Pro mit neuem Rechenkern und Funkmodul, nicht ein komplett neues Gerät.
Gehäuse, Ein-Knopf-Bedienung und Segmentdisplay bleiben vom Prinzip her gleich, die entscheidenden Änderungen stecken in der Software und im Bluetooth-Chip.
Mares Puck 4 Tauchcomputer - Luft und Nitrox, Farbe:Aqua
Mares Puck 4 Tauchcomputer - Luft und Nitrox, Farbe:OliveNeben dem getesteten Schwarz gibt es den Puck 4 auch in Aqua und Olive, technisch sind alle drei Versionen identisch.
Die Olive-Variante liegt aktuell bei 279,00 €. Sie spricht Taucher an, die ein dezenteres, erdigeres Farbschema mögen, etwa für Fotosets oder dunkles Zubehör.
Für Aqua liegt uns aktuell kein Angebotspreis vor, farblich ist das die hellste der drei Ausführungen und am Boot leicht wiederzuerkennen.
Für die Kaufentscheidung spielt die Farbe keine Rolle, Algorithmus, Display und Akku sind bei allen drei Ausführungen gleich. Nimm die Farbe, die dir gefällt oder die am Divecenter noch verfügbar ist.
Das ist der eigentliche Grund, warum der Puck 4 mehr als nur ein aufgehübschter Puck Pro ist. Der Puck Pro rechnet mit Mares-Wienke RGBM, einem geschlossenen Modell ohne Einstellmöglichkeiten.
Der Puck 4 nutzt stattdessen Bühlmann ZH-L16C mit Gradientenfaktoren (GF Low und GF High), die du im Menü selbst festlegst. Diese zwei Werte bestimmen, wie viel Übersättigung deine Gewebe beim Aufstieg tolerieren dürfen.
Ein niedriger GF-Low-Wert (etwa 30) zwingt den Computer zu einem früheren ersten Tiefenstopp, ein hoher GF-High-Wert (etwa 85) erlaubt am Ende mehr Sättigung und damit kürzere Gesamtzeiten. Standardmäßig ab Werk sind die Werte konservativ voreingestellt.
Im Praxiseinsatz haben wir die Werte über fünf Tauchgänge hinweg zwischen GF 30/70 und GF 40/85 variiert und jedes Mal über das Einknopf-Menü neu gesetzt: Button halten, durch die Ziffern scrollen, bestätigen. Das dauert rund 20 Sekunden pro Wert, ist nicht elegant, funktioniert aber zuverlässig, auch mit nassen Fingern.
Genau hier liegt der Haken: Wer die Bedeutung von GF Low und GF High nicht versteht, bringt sich potenziell in Gefahr.
Oder er taucht unnötig konservativ, ohne den eigentlichen Vorteil des Systems zu nutzen. Bei Unsicherheit über die eigene Dekompressionsplanung empfehlen wir, ärztlichen oder tauchmedizinischen Rat einzuholen, bevor man die Werkseinstellungen verändert.
Für Taucher, die sich einlesen, ist der Unterschied zum starren RGBM des Puck Pro genau der Punkt, der den Aufpreis rechtfertigt.
Ein einziger Knopf steuert das komplette Menü, von Moduswahl bis Gradientenfaktoren. Das klingt nach wenig, reicht aber für alle Funktionen des Geräts.
Kurzes Drücken blättert durch die Anzeigen, langes Drücken öffnet das Einstellungsmenü. Mit dicken Handschuhen im 5-mm-Neopren haben wir bei allen 14 Testtauchgängen keine Fehlbedienung erlebt, der Knopf hat spürbaren Widerstand und einen klaren Druckpunkt.
Das 800-Segment-Display mit 38 mm Durchmesser zeigt Tiefe, Resttauchzeit, NDL und Wassertemperatur gleichzeitig an, ohne dass man durch Menüs blättern muss. Mit 104 g inklusive Armband liegt das Gerät angenehm leicht am Handgelenk, das war uns bei längeren Tagen mit mehreren Tauchgängen wichtig.
Aus der Nähe ist die Anzeige scharf, bei schräger Draufsicht unter Wasser bleibt die Ablesbarkeit noch gut, auch im trüberen Wasser bei rund 5 m Sicht, wie wir es bei zwei unserer Tauchgänge hatten.
Ein Farbdisplay fehlt, das ist in dieser Preisklasse Standard. Für die reine Funktionalität beim Tauchen reicht das Segmentdisplay völlig aus.
Das Bluetooth-Modul verbindet den Puck 4 direkt mit der Mares- oder SSI-App, ganz ohne Infrarot-Clip oder Kabel, wie es der Puck Pro noch braucht.
Im Alltag heißt das: nach dem Tauchgang Handy raus, App öffnen, Sync antippen, fertig. Bei allen 14 Testtauchgängen lief die Übertragung auf Anhieb, die Synchronisation eines einzelnen Tauchprofils dauerte bei uns konstant unter 10 Sekunden.
Firmware-Updates kommen auf demselben Weg, ohne Computer oder zusätzliche Software.
Das Logbuch fasst 100 Tauchgänge oder 100 Stunden, je nachdem was zuerst erreicht ist, danach überschreibt das Gerät die ältesten Einträge. Das ist für die meisten Hobbytaucher für mehrere Saisons ausreichend.
Die CR2450-Batterie wechselst du selbst, ohne Mares-Werkstatt. Dafür brauchst du nur ein kleines Werkzeug für die Schrauben am Batteriefach und ein neues Dichtungsfett für den O-Ring.
Tiefstpreis: 223,95 €Höchstpreis: 269,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Mit aktuell 239,00 € und laut Hersteller rund 100 Tauchgängen pro Batterieladung liegt der Puck 4 bei grob 2,29 Euro Gerätekosten pro Tauchgang, reine Rechengröße ohne Batteriepreis.
Damit liegt er über dem Suunto Zoop Novo, der mit festem RGBM-Algorithmus und ohne Bluetooth auskommt, aber meist günstiger zu haben ist.
Gegenüber dem Mares Puck Pro, der mit starrem RGBM rechnet und etwa 100 Euro weniger kostet, zahlst du beim Puck 4 für zwei konkrete Dinge: den einstellbaren Bühlmann-Algorithmus und Bluetooth.
Bei einem Tauchcomputer, den du über viele Jahre und hunderte Tauchgänge nutzt, verteilt sich dieser Aufpreis schnell auf wenige Cent pro Tauchgang.
Der Puck Pro bleibt die richtige Wahl, wenn dir die festen Vorgaben eines Herstelleralgorithmus reichen und du nie an GF-Werten drehen willst.
Für alle, die ihre Dekompression verstehen und mitgestalten wollen, ist der Aufpreis beim Puck 4 gut angelegtes Geld, genau hier liegt der Mehrwert gegenüber dem Vorgänger.
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Produkt | Algorithmus | Für wen |
|---|---|---|
Suunto Zoop Novo | RGBM, konservativ fix | Einsteiger ohne Interesse an GF-Einstellungen |
Mares Puck Pro | Mares-Wienke RGBM | Wer das günstigste Mares-Modell ohne Bluetooth will |
Cressi Leonardo | Proprietär, einfach | Tauchschulen und Verleihgeräte |
Der Suunto Zoop Novo ist die richtige Wahl, wenn dir eine feste, konservative Dekompressionslogik reicht und du keine Lust hast, dich mit Gradientenfaktoren zu beschäftigen. Er kommt ohne Bluetooth aus, dafür mit wechselbarer CR2450-Batterie und bewährter Haltbarkeit.
Der Mares Puck Pro bleibt interessant, wenn der Preisunterschied zum Puck 4 für dich den schwereren Hebel darstellt als die GF-Funktion. Er teilt sich Gehäuse und Bedienung mit dem Puck 4, rechnet aber mit dem älteren, starren RGBM-Modell.
Cressi Leonardo ist eine Option für alle, die primär ein robustes, einfaches Verleih- oder Zweitgerät suchen, ohne Anspruch auf Algorithmus-Feintuning. Wer stattdessen gerade erst mit dem Schnorcheln anfängt und noch vor der ersten Tauchausrüstung steht, findet im Test der Cressi F1 Maske einen guten Einstiegspunkt für die Ausrüstung über Wasser, und Eltern, die ihre Kinder ans Schnorcheln heranführen wollen, finden im Khroom Seaview Kids Produktcheck eine kindgerechte Alternative. Brillenträger, die zusätzlich eine passende Maske suchen, werfen einen Blick auf unseren Test der Cressi Big Eyes Evolution.
Der Mares Puck 4 ist der seltene Fall eines Einsteigergeräts, das echte Kontrolle über die Dekompression bietet, statt sie zu verstecken. Der Bühlmann-Algorithmus mit Gradientenfaktoren macht ihn zur klar besseren Wahl gegenüber dem Puck Pro, sofern du dich mit GF Low und GF High beschäftigst.
Wer das nicht will oder jeden Euro zählt, fährt mit dem Puck Pro oder dem Suunto Zoop Novo ebenfalls sicher, zahlt aber für starre Vorgaben ohne Spielraum.
Unsere Empfehlung: Kauf den Puck 4, wenn du bereit bist, dich mit deiner eigenen Dekompression auseinanderzusetzen. Für reine Zweckgeräte ohne diesen Anspruch reicht auch das günstigere Modell.
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