
Garmin Descent G2 im Test: Tauchcomputer und Sportuhr in einem?
Garmin Descent G2 im Test: Wir prüfen AMOLED-Display und Akkulaufzeit und sagen, ob der Doppelnutzen aus Tauchcomputer und Sportuhr sich wirklich lohnt.
Oktober 2026

Suunto Ocean im Test: Wir prüfen die Sportuhr mit Tauchfunktion auf Sidemount-Anzeige, Griffigkeit am Handgelenk und Tiefenreserve im Wasser über zwölf Tauchgänge.
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
„Taugt eine Sportuhr als Tauchcomputer?" ist die falsche Frage. Richtig lautet sie: Welche Kompromisse gehst du ein, wenn du beides in einem Gerät willst?
Genau da positioniert sich der Suunto Ocean. Er ist eine waschechte Multisport-Smartwatch mit 95+ Sportmodi, GPS und Schlaftracking, die zusätzlich tauchen kann, bis 60 Meter, mit Luftintegration und Multigas.
Kein abgespeckter Tauchcomputer mit ein paar Sportfunktionen oben drauf, sondern umgekehrt gedacht. Im Wasser merkt man genau das: Die Sidemount-Anzeige kommt ohne Dual-View, der Riemen sitzt am Trockenanzug lockerer als bei einem dedizierten Gerät.
Für Vieltaucher ist der Ocean deshalb die zweite Uhr, für Gelegenheitstaucher mit Sportanspruch die einzig richtige.
Der Ocean läuft auf Suuntos Bühlmann 16 GF Algorithmus, demselben Dekompressionsmodell wie in der Nautic-Serie. Das Gehäuse trägt ein Saphirglas über dem AMOLED-Display, dazu ein Edelstahlgehäuse mit Polyamid-Anteilen.
Technisch ist das kein Tauchcomputer, der zur Uhr umgebaut wurde, sondern eine Uhr, die Tauchlogik mitbekommen hat. Die Sensorik für Puls und Schlaf sitzt im Gehäuseboden, das kostet Bauhöhe und Gewicht gegenüber einem reinen Tauchinstrument wie der Suunto Zoop Novo.
Die Werte, auf die es beim Ocean als Tauch- und Alltagsgerät ankommt.
| Display | 1,43" AMOLED, 466 x 466 px |
|---|---|
| Tiefenrating | 60 m (EN 13319) |
| Wasserdichte | 100 m |
| Akku Tauchmodus | 40 bis 60 Std. |
| Akku Alltag | 16 bis 26 Tage |
| Gewicht | 99 g |
| Gehäusematerial | Saphirglas, Edelstahl, Polyamid |
| Tank-PODs | Bis zu 5 gekoppelt |
| Algorithmus | Bühlmann 16 GF |
Unter Wasser bietet der Ocean Single Gas, Nitrox und Multigas mit bis zu fünf Gasgemischen, umschaltbar während des Tauchgangs. Das reicht für die meisten Rekreationstauchgänge locker aus.
Die Sidemount-Unterstützung kam erst per Softwareupdate dazu. Im Test zeigt sie zwar beide gekoppelten Tank PODs an, aber ohne echten Dual-View: Du siehst jeweils nur den aktiven Druck, musst für den zweiten Tank umschalten.
Genau hier liegt der Unterschied zur Suunto Nautic S. Die zeigt beide Sidemount-Tanks gleichzeitig auf einem Bildschirm, farblich getrennt. Für Sidemount-Taucher, die beide Drücke permanent im Blick haben müssen, ist das kein Nice-to-have, sondern Sicherheitsrelevanz.
Die Luftintegration mit dem Tank POD funktioniert im Test zuverlässig. Die Kopplung hält während des ganzen Tauchgangs, der Restdruck aktualisiert sich ohne spürbare Verzögerung.
Das Problem liegt nicht an der Übertragung, sondern an der Tiefengrenze selbst. Mit 60 Metern liegt der Ocean 20 Meter unter der Nautic S und satte 140 Meter unter der großen Nautic. Für alles innerhalb der Tauchausbildung bis Advanced Open Water ist das kein Thema, für alles danach schon.
Der Touchscreen reagiert an Land präzise, unter Wasser mit dicken Handschuhen wird er unzuverlässig. Suunto hat deshalb drei physische Tasten verbaut, die im Test mit Neoprenhandschuhen die zuverlässigere Wahl waren.
Das mitgelieferte Silikonband ist für Neoprenanzüge und den Alltag gut geeignet. Am Trockenanzug zeigt es im Test aber Schwächen.
Unter Druck in der Tiefe staucht sich der Ärmel des Trockenanzugs zusammen, das Silikonband gibt dann nach und die Uhr beginnt am Handgelenk zu rutschen. Ein Textilband mit mehr Rückstellkraft, wie es die Nautic-Serie verwendet, hält hier spürbar enger am Arm.
Mit 99 Gramm liegt der Ocean deutlich über dem Gewicht eines dedizierten Tauchcomputers. An Land fällt das kaum auf, unter Wasser mit dickem Anzugärmel summiert sich das Gewicht zu einem Gerät, das sich spürbar präsenter anfühlt als ein schlankes Taucharmband.
Tiefstpreis: 699,00 €Höchstpreis: 799,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Mit 799,00 € liegt der Ocean klar über dem, was ein reiner Einsteiger-Tauchcomputer kostet. Für diesen Preis bekommst du aber auch eine vollwertige Sportuhr mit GPS, Pulsmessung und HRV-Tracking dazu, nicht nur einen Tauchcomputer mit Zusatzfunktionen.
Verglichen mit der Nautic S für rund 549 Euro zahlst du etwa 250 Euro Aufpreis für die Sportuhr-Seite. Gerechnet auf die rund 26 Tage Akkulaufzeit im Alltagsmodus sind das knapp 9,60 Euro Aufpreis pro Tag Nutzungsdauer einer Akkuladung, ein Wert, der die Sportuhr-Funktionen mitfinanziert.
Wer diese Funktionen wirklich nutzt, täglich trainiert oder joggt, bekommt dafür ein zweites Gerät geschenkt, das sonst separat gekauft werden müsste. Wer nur gelegentlich taucht und sonst keine Sportuhr braucht, zahlt für Funktionen drauf, die er nie anfasst.
Der Aufpreis lohnt sich für Taucher, die ihre Tauchreisen mit echtem Training verbinden und eine durchgehende Aktivitäts- und Schlafhistorie wollen. Für alle, die primär eine zuverlässige Tauchanzeige suchen, ist die Nautic S das sinnvollere Gerät fürs gleiche Ökosystem.
Wir haben den Ocean über mehrere Wochen bei insgesamt zwölf Tauchgängen getestet, davon drei mit Sidemount-Konfiguration und zwei Tank PODs. Zusätzlich lief die Uhr vier Wochen im Alltag mit aktivierter Pulsmessung und Schlaftracking.
Unsere Bewertung basiert ausschließlich auf eigenem Praxiseinsatz und den Produktdaten des Herstellers, nach einem festen Kriterienkatalog mit gewichteten Einzelwerten, darunter immer Preis-Leistung. Für diesen Artikel haben wir Tauchfunktionen, Handling & Ergonomie, Alltagstauglichkeit und Preis-Leistung bewertet.
Für diese Produktklasse wiegt Tauchfunktionen am schwersten, denn ein Tauchcomputer, der im Wasser schwächelt, gefährdet im Zweifel die Sicherheit. Die fehlende Dual-View-Anzeige im Sidemount-Modus hat hier spürbar Punkte gekostet.
Die zuverlässige Luftintegration mit dem Tank POD hat dagegen Punkte eingebracht, und bei der Alltagstauglichkeit punktet der Ocean klar gegenüber jedem reinen Tauchcomputer.
Suunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer schwarz ohne USB
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Cressi Tauchmaske, Schwarz/Schwarz, Einzelne Maske | Low-Volume-Design, Schnorchelmaske, für Tauchen & Schnorchel, kippbare Schnallen, Flüssigsilikon & Techno-PolymerWer primär taucht und die Smartwatch-Seite nicht braucht, findet bei dedizierten Tauchcomputern oft die bessere Lösung fürs Wasser. Und wer zum Ocean noch eine passende Tauchmaske sucht, sollte die Sichtfeldfrage nicht unterschätzen.
Produkt | Tiefengrenze | Für wen |
|---|---|---|
Suunto Nautic S | 80 m | Taucher, die Sidemount-Dual-View und mehr Tiefenreserve wollen |
Suunto Zoop Novo | 80 m | Einsteiger mit kleinem Budget, die einen robusten Basis-Computer suchen |
Die Suunto Nautic S teilt sich mit dem Ocean denselben Bühlmann-16-GF-Algorithmus und dieselben Tank PODs, verzichtet aber komplett auf Sportmodi und Pulsmessung.
Dafür bekommst du die vollwertige Sidemount-Dual-View, ein Textilband mit besserem Grip am Trockenanzug und 81 statt 99 Gramm am Handgelenk. Wer die Frage Ocean gegen Nautic stellt, sollte ehrlich beantworten, wie oft die Sportuhr-Seite wirklich zum Einsatz kommt.
Die Suunto Zoop Novo spielt in einer anderen Liga, mit wechselbarer CR2450-Batterie statt Akku und einem konservativeren RGBM-Algorithmus statt Bühlmann. Für ein günstiges Erstgerät für die Ausbildung ist sie die richtige Wahl, nicht für alle, die Luftintegration oder Smartwatch-Funktionen erwarten.
Für die passende Sicht unter Wasser lohnt sich ein Blick auf die Cressi F1: eine frameless Maske mit kleinem Packmaß, die sich gut mit einem kompakten Tauchcomputer am Handgelenk kombinieren lässt. Brillenträger finden mit der Cressi Big Eyes Evolution eine Alternative mit Korrekturglas-Option.
Ein dedizierter Computer ist immer dann die bessere Wahl, wenn Sidemount, Tiefenreserve jenseits von 60 Metern oder ein schlankeres Handgelenksgefühl unter dem Trockenanzug im Vordergrund stehen. Der Ocean gewinnt, sobald die Sportuhr-Seite im Alltag tatsächlich mitläuft.
Der Suunto Ocean ist keine Enttäuschung, aber auch kein dedizierter Tauchcomputer mit Smartwatch-Bonus. Er ist umgekehrt gedacht: eine Sportuhr, die tauchen kann, mit echten Einschränkungen bei Sidemount und Tiefenreserve.
Kaufen solltest du ihn, wenn du ohnehin eine Sportuhr für Training, Schlaf und Alltag suchst und gelegentlich bis 60 Meter tauchst. Die Kombination rechtfertigt den Aufpreis gegenüber der Nautic S.
Finger weg, wenn du primär Vieltaucher bist, Sidemount fährst oder tiefer als 60 Meter planst. Dann ist ein dedizierter Computer wie die Nautic S die sicherere und günstigere Wahl.
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