Aqualung i330R Produktcheck

369,00 €
Stand:
© AmazonBlauer Tauchcomputer als Armbanduhr mit Digitaldisplay und Silikonarmband vor weißem Hintergrund
87 %Oktober 2026Tauchvergleich.de
TESTERGEBNIS

Der Aqualung i330R im Test: IPS-Farbdisplay, Ladeakku und Bluetooth zum Preis eines Einsteigercomputers. Reicht das ohne Kompass und Luftintegration?

Kirill Seregin
Testbericht von
Aktualisiert am
20.10.2026
Veröffentlicht am
20.10.2026

Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.

Ein dunkles LCD-Display auf dem Bootsdeck bei praller Sonne ist der Moment, in dem viele Taucher merken, dass ihr erster Computer eigentlich zu billig war. Genau dieses Problem adressiert der Aqualung i330R.

Er positioniert sich im mittleren Preisbereich zwischen reinen Einsteiger-Uhren und den großen Technik-Computern mit Luftintegration und Kompass. Aqualung verspricht ein Farbdisplay, wie es sonst erst deutlich teurere Modelle bieten.

Im Test zeigt sich: Der i330R hält dieses Versprechen beim Display und beim Akku ein, verzichtet aber bewusst auf Kompass und Luftintegration, um genau in diesem Preissegment zu bleiben.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • IPS-Farbdisplay auch bei Sonnenlicht gut ablesbar
  • Farbcodierte Nullzeit-Anzeige auf einen Blick
  • Ladeakku statt Batteriewechsel, kein Flutungsrisiko
  • Zwei-Tasten-Bedienung ohne Anleitung verständlich
  • Bluetooth-Anbindung an die DiverLog+ App
  • Drei Nitrox-Mischungen bis 100 Prozent O2

Nachteile

  • Kein digitaler Kompass eingebaut
  • Keine Luftintegration möglich
  • Ladekabel ist bei Verlust auf Reisen ein echtes Problem
© Amazon
Blauer Tauchcomputer als Armbanduhr mit Digitaldisplay und Silikonarmband vor weißem Hintergrund
1 / 5
Bild 1 von 5

Produktdaten

Die Werte im Überblick, so wie wir sie im Test und in den Herstellerangaben nachvollziehen konnten.

Produktdaten
DisplayIPS-Farbdisplay (Ladeakku)
AlgorithmusZ+ (Bühlmann-Basis)
GasmodiAir, Nitrox, Gauge, Freitauchen
Nitrox-MischungenBis zu 3, 21-100% O2
Akkulaufzeitca. 30 Std. (Hersteller)
KonnektivitätBluetooth 5.0
Tiefengrenze100 Meter
Displaydurchmesserca. 2,5 cm
Gespeicherte Tauchgänge24 (Historie)
Kompassnicht angegeben
ArmbandNATO-Steg-Textil

Unter der Haube rechnet der i330R mit dem Z+ Algorithmus von Aqualung, einem seit Jahren in der i-Serie eingesetzten Dekompressionsmodell. Keine Überraschung, aber solide Hausmannskost.

Das Gehäuse ist kompakter geschnitten als beim größeren Schwestermodell i770R, bleibt mit dem NATO-Steg-Armband aber bewusst robust statt minimalistisch gestylt.

Im Lieferumfang stecken ein bereits montierter Displayschutz, eine digitale Bedienungsanleitung sowie eine Kurzreferenzkarte, mehr dazu in der FAQ.

Display

Hier liegt der eigentliche Grund, warum der i330R in seiner Preisklasse heraussticht. Das IPS-Farbdisplay bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung auf dem Bootsdeck gut lesbar, ein Punkt, an dem ältere Farbdisplays regelmäßig scheiterten.

Mit rund 2,5 cm Durchmesser ist die Anzeige kompakt genug fürs Handgelenk. Tiefe steht oben, die Nullzeit (No Decompression Limit) mittig, Maximaltiefe und Tauchzeit unten, dazu zwei seitliche Balken für Gewebesättigung und Aufstiegsrate.

Besonders gelungen ist die Farbcodierung der Nullzeit. Sie wechselt von Grün über Gelb zu Rot, je kürzer die verbleibende Zeit wird.

Das lässt sich auf einen Blick erfassen, ganz ohne Zahlen lesen zu müssen, gerade bei schlechter Sicht oder Stress ein echter Vorteil gegenüber einem reinen Zahlendisplay wie beim Suunto Zoop Novo im Test, der mit einem monochromen Bildschirm arbeitet.

Die kompakte Displaygröße bringt einen Kompromiss mit sich: Mit dicken Handschuhen im kalten Wasser lässt sich die Anzeige zwar weiterhin gut lesen, die beiden kleinen Tasten daneben aber nur mit etwas mehr Konzentration treffen.

Akku & Konnektivität

Der Ladeakku ist der zweite narrative Anker dieses Tests, nicht nur das Display. Aqualung gibt rund 30 Stunden Laufzeit im aktiven Tauchmodus an, das deckt eine mehrtägige Tauchreise locker ab, ohne dass man abends zum Steckdosensuchen gezwungen ist.

Wir haben den i330R über fünf Tauchtage mit insgesamt elf Tauchgängen begleitet und die Displayhelligkeit dabei bewusst zwischen niedriger und voller Stufe variiert. Auf niedrigerer Stufe hält der Akku spürbar länger, ein cleverer Kompromiss, wenn die nächste Steckdose weit weg ist.

Reiserisiko Ladekabel

Der Haken an der Sache: Das magnetische USB-Ladekabel ist proprietär, ein Standard-USB-Stecker passt nicht direkt an die Kontakte. Wer es zu Hause vergisst oder auf der Reise verliert, hat keine Möglichkeit, das Gerät unterwegs mit einer Standardbatterie zu retten, anders als bei vielen batteriebetriebenen Konkurrenten wie dem Suunto Zoop Novo. Das gehört für uns zwingend auf die Packliste.

Bei der App-Anbindung überzeugt die Bluetooth-5.0-Verbindung zur DiverLog+ App. Tauchprofile, Logbuch und sogar Computer-Einstellungen lassen sich darüber verwalten, ganz ohne an den kleinen Tasten herumzudrücken.

Um ein Farbdisplay auf einem Handgelenkscomputer zu bekommen, musste man bislang deutlich tiefer in die Tasche greifen, meist für Modelle, die noch einmal spürbar teurer liegen als der i330R. Genau da positioniert sich Aqualung bewusst darunter.

Für diesen Preis bekommt man ein Farbdisplay mit Ladeakku, drei Nitrox-Mischungen und Bluetooth, allerdings ohne Kompass und ohne Luftintegration. Diese Lücke ist der Kompromiss, mit dem Aqualung den Preis unten hält, nicht ein Versehen.

Wer stattdessen ganz auf Farbe und Ladeakku verzichten kann, zahlt beim Suunto Zoop Novo im Test spürbar weniger, muss dafür aber mit einem monochromen Display leben.

Ob der aktuelle Preis gerade stimmt, zeigt der Preisverlauf weiter unten am besten (Preis bei Amazon: 369,00 €). Für das gebotene Display-Erlebnis ist das Preisniveau gegenüber teureren Farbdisplay-Computern wie dem Shearwater Peregrine fair kalkuliert, Schnäppchenjäger sollten trotzdem den Verlauf im Blick behalten.

Preis-Leistung

Tiefstpreis: 289,00 €Höchstpreis: 369,00 €Zeitraum 3 M

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

So haben wir getestet

Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, Preis-Leistung immer inklusive, jedes Kriterium auf einer Skala von 0 bis 100, damit Tauchcomputer bei uns vergleichbar bleiben.

Für diesen Test haben wir den i330R über fünf Tauchtage mit elf Tauchgängen im Süßwasser und im Meer eingesetzt, dabei Menüführung & Bedienung, Display, Akku & Konnektivität sowie Preis-Leistung bewertet. Grundlage sind ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz und die Produktdaten von Aqualung.

Für diese Produktklasse wiegt das Kriterium Display am schwersten. Ein Einsteiger- bis Mittelklasse-Computer, dessen Anzeige bei Sonnenlicht oder in trübem Wasser versagt, verliert im entscheidenden Moment genau die Information, auf die es ankommt.

Hier hat der i330R am meisten Punkte geholt, der fehlende Kompass hat dagegen das Kriterium Menüführung & Bedienung leicht gedrückt.

Wer statt des i330R eine andere Richtung einschlagen will, hat je nach Budget und Anspruch mehrere sinnvolle Ausweichmöglichkeiten, auch über die Tauchcomputer-Kategorie hinaus, wenn es um die passende Grundausrüstung fürs Tauchen geht.

Produkt

Unterschied

Für wen

Suunto Zoop Novo

Monochrom-Display, wechselbare Batterie

Reines Einsteiger-Budget

Separater Tauchkompass

Kein Computer, reine Navigation

Wer unbedingt Kompassfunktion braucht

Shearwater Peregrine

Luftintegration möglich, höherer Preis

Wer auf Sicht Luftdruck am Handgelenk will

Der Suunto Zoop Novo im Test ist die konsequente Budget-Alternative: Er verzichtet komplett auf Farbe und Ladeakku, dafür lässt sich seine Batterie selbst wechseln, praktisch für Vieltaucher ohne Steckdose in der Nähe. Dort zeigt sich auch, wie konservativ sein Algorithmus im Vergleich rechnet.

Wer unbedingt eine Navigationsfunktion am Handgelenk braucht, kommt am i330R so oder so nicht vorbei an einem zusätzlichen, separaten Kompass, denn das Modell bietet diese Funktion bewusst nicht.

Wer dagegen bereit ist, für Luftintegration draufzuzahlen, landet bei Computern wie dem Shearwater Peregrine, der das fehlende Feature des i330R nachliefert, allerdings zu einem spürbar höheren Preis.

Wer sich gerade erst die Grundausrüstung zusammenstellt, findet bei uns auch Tests zu Masken, etwa zur Cressi F1 im Test für Taucher mit schmalem Gesicht oder zur Cressi Big Eyes Evolution Testbericht für alle, die mit Sehstärke tauchen. Für den Nachwuchs beim Schnorcheln lohnt sich zusätzlich ein Blick in den Khroom Seaview Kids Produktcheck.

Alternativen

  • Schwarzer Suunto Tauchcomputer mit Digitalanzeige und Armband, Schrägansicht vor weißem HintergrundSuunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer schwarz ohne USB
  • Transparente Tauchmaske mit Einglasscheibe, Frontansicht, weißer Hintergrund, gelber Störer "Patented productCressi Schnorchelmaske F1, durchsichtig, Maske | Einzellinse aus gehärtetem Glas, beschlagfrei, mikrometrische Schnallen, rahmenloses Design, Taucherbrille, Schnorchel
    39,99 €
    Stand:
  • Schwarze Tauchmaske mit zwei Gläsern, frontal, Aufkleber „Patented product“ und „Made in ItalyCressi Tauchmaske, Schwarz/Schwarz, Einzelne Maske | Low-Volume-Design, Schnorchelmaske, für Tauchen & Schnorchel, kippbare Schnallen, Flüssigsilikon & Techno-Polymer
    44,49 €UVP 59,99 €−26%
    Stand:
  • Khroom Kinder-Schnorchelmaske im Hai-Design neben blauer Verpackung auf SandKhroom Schnorchelmaske Kinder 3-10 Jahre | Vollgesichtsmaske mit Netzbeutel | Bekannt aus Höhle der Löwen | CO₂ von TÜV R. geprüft | Easy-Breath-System | Von Kindern geliebt | Ersatzteile erhältlich
    39,99 €
    Stand:

Fazit & Wertung

87 / 1004,4
85 / 100
Menüführung & Bedienung
94 / 100
Display
88 / 100
Akku & Konnektivität
87 / 100
Preis-Leistung

Der Aqualung i330R gewinnt diesen Test durch sein IPS-Farbdisplay und den Ladeakku, die im mittleren Preisbereich ein Alltagstauglichkeits-Niveau erreichen, das sonst erst deutlich teurere Computer bieten.

Für wen lohnt sich der Kauf: Freiwasser- und Riff-Taucher, die ein klares, auch bei Sonne ablesbares Display wollen und keinen Wert auf Kompass oder Luftintegration legen.

Für wen nicht: Wer zwingend eine eingebaute Navigationsfunktion oder Luftintegration braucht, muss zum i330R einen Kompass dazukaufen oder gleich zu einem teureren Modell greifen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Nein. Der i330R verwaltet bis zu drei Nitrox-Mischungen von 21 bis 100 Prozent O2. Das reicht für rekreatives und leichtes technisches Tauchen. Trimix und Rebreather-Nutzung (CCR) unterstützt er nicht, dafür ist er schlicht nicht gebaut.

Mitgeliefert werden der i330R selbst mit bereits montiertem Displayschutz, eine digitale Bedienungsanleitung, ein gedrucktes Sicherheitsreferenzblatt, eine DiverLog-Broschüre sowie eine Kurzreferenzkarte. Das magnetische USB-Ladekabel liegt ebenfalls bei und sollte auf Reisen nie vergessen werden.

Der i200C ist das klassische monochrome Schwestermodell mit Bluetooth und vier Betriebsarten, aber ohne Farbdisplay und ohne Ladeakku. Wer das Plus an Ablesbarkeit und die Akku-Logistik des i330R nicht braucht, bekommt mit dem i200C die gleiche Aqualung-Zuverlässigkeit zu einem anderen Preis- und Bedienkonzept.

Das Gerät nicht wochenlang am Ladekabel hängen lassen, wenn es schon voll ist. Lass den Akku auch nicht komplett leerlaufen, bevor er wieder ans Netz kommt. Die Displayhelligkeit lässt sich zudem reduzieren, das schont den Akku zusätzlich und verlängert die Laufzeit pro Ladung spürbar.

Aqualung i330R
369,00 €