Kaltwassereignung: XTIS und das Verhalten bei vier Grad
XTIS steht für Extended Thermal Insulating System. Es ist der Grund, warum der MK25 EVO überhaupt als Kaltwasserregler gilt, obwohl er anders als der MK19 EVO nicht vollständig gekapselt ist.
Das System isoliert Feder, Kolben und Gehäuse thermisch von der umgebenden Kälte. Eine isolierende Beschichtung der Feder, eine Dämmbuchse im Gehäuse und eine Frostschutzkappe wirken dabei zusammen.
So kühlt die Innenmechanik langsamer aus als bei einem ungeschützten Kolbenregler. Der Hersteller gibt für diese Kombination eine um rund 30 Prozent verbesserte Kälteresistenz gegenüber dem Vorgängermodell an.
Zertifiziert ist der MK25 EVO nach EN250A für Wassertemperaturen bis 4 Grad. Geprüft wird das bei einer Atemrate von 375 Litern pro Minute über fünf Minuten, ohne Freeflow.
Praxisfolge bei Temperaturen nahe 4 Grad
Bei unseren Tauchgängen im Spätherbst lag die Wassertemperatur um 7 bis 8 Grad. Die Erststufe blieb über die gesamte Tauchzeit unauffällig, kein Vereisungsgeräusch, kein spürbarer Leistungsabfall gegen Ende.
Wie sich der Regler bei echten 2 bis 4 Grad über eine komplette Wintersaison verhält, können wir aus unserem Testzeitraum nicht abschließend beurteilen.
Wichtig für die Einordnung: XTIS schützt die Umgebung der beweglichen Teile, kapselt sie aber nicht komplett ab wie beim MK19 EVO. Für sehr kontaminierte oder extrem trübe Gewässer bleibt der MK19 EVO die konsequentere Wahl.
Für die meisten Kaltwassereinsätze in Nord- und Ostsee oder im Baggersee reicht der MK25 EVO völlig aus.