
Mares Quad Ci im Test: Lohnt sich Luftintegration zum mittleren Preis?
Mares Quad Ci im Test: riesiges Segmentdisplay, Fünf-Sender-Kompatibilität, mittlerer Preis. Lohnt sich die Luftintegration im Alltag wirklich?
Oktober 2026

Der Cressi Castoro im Test: Passform, Verarbeitung und Wärmeleistung bei 5mm Neopren ehrlich geprüft, inklusive der Grenze im kalten Baggersee.
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
Du stehst vor der ersten echten Kaufentscheidung als Taucher: ein eigener Neoprenanzug statt Leihware aus dem Center. Die Frage, die sich dabei fast jeder stellt, ist die nach der Bandbreite.
Reicht ein 5mm-Anzug für den Baggersee im Frühling, oder brauchst du ihn eigentlich nur für Ägypten und Kroatien im Sommer?
Der Cressi Castoro 5mm positioniert sich genau in dieser Lücke. Cressi baut ihn seit Jahren als Brot-und-Butter-Anzug für Tauchschulen und Einsteiger, mit Fokus auf Passform und einfachem An- und Ausziehen statt auf Rekordwerte bei der Isolation.
Unser erstes Urteil nach dem Test: Der Castoro ist eine ehrliche Referenz für temperierte Gewässer, verarbeitungstechnisch stark. Bei kaltem Wasser spürt man aber schnell, wo die 5 Millimeter an ihre Grenze kommen.
Die Spec-Liste zeigt, wo der Castoro seine Stärken hat: in der Grundausstattung, nicht in exotischem Material.
| Neoprenstärke | 5 mm, beidseitig kaschiert |
|---|---|
| Reißverschluss | YKK, Rücken, vertikal, mit Aquastop |
| Manschetten | 2 mm Glatthaut mit Metallite |
| Nackenverschluss | Klettband, verstellbar |
| Verstärkungen | Power Tex Knie, Schienbein, Schulter |
| Beinschnitt | Vorgeformt für den Kick |
| Nahtverarbeitung | Geklebt und genäht |
| Größenbereich | 58 bis 115 kg Körpergewicht |
| Erhältliche Stärke | Auch als 7 mm Variante |
Der Castoro verzichtet auf Glatthaut-Innenfutter oder Fleece-Lining, wie man es von teureren Anzügen kennt. Stattdessen setzt Cressi auf ein simples, bewährtes Prinzip: das Aquastop-System.
Hinter dem Namen steckt eine Innenlippe am Reißverschluss aus glattem Neopren, die den Wassereintritt am Rücken reduziert, kombiniert mit Metallite-beschichteten Manschetten an Handgelenken und Knöcheln.
Das ist Technik aus dem mittleren Preissegment, aber solide umgesetzt.
Wir haben unsere Testgröße S gegen die offizielle Cressi-Größentabelle gelegt: 58 bis 65 kg Gewicht, 168 bis 175 cm Körpergröße, 87 bis 92 cm Brustumfang.
Unser Tester lag mit 63 kg und 172 cm im oberen Bereich dieser Spanne, nah an der Grenze zur nächstgrößeren Konfektion T3.
Das Ergebnis am Körper deckt sich mit der Tabelle. An Schultern und Oberschenkeln sitzt der Anzug eng, ohne Luftblasen oder Faltenwurf, der sonst Wasser durchspült.
Der vorgeformte Beinschnitt zahlt sich beim Kick direkt aus. Das Knie muss sich nicht gegen das Neopren drücken, der Anzug folgt der natürlichen Beinbewegung schon im Stand.
Wer zwischen zwei Größen liegt, merkt bei diesem Modell schnell, dass Cressi eher körpernah schneidet als großzügig. Das ist Fluch und Segen zugleich, dazu gleich mehr im Alternativenvergleich.
Die Nähte am Castoro sind geklebt und zusätzlich vernäht, ein Standard, der bei Einsteigeranzügen nicht selbstverständlich ist. Im Test haben wir keine offenen Stellen oder lose Fäden gefunden.
Die Power-Tex-Verstärkungen an Knien und Schienbeinen sind spürbar dicker als das umliegende Material.
Beim Knien auf dem Bootsdeck oder beim Abstützen an der Leiter schützt das sichtbar vor Abrieb.
Besonders gut gefällt uns die Reißverschluss-Mechanik mit der Klettlasche am oberen Ende. Zieht man den Rückenreißverschluss ganz hoch und fixiert die Klettlasche, rutscht er auch bei Bewegung nicht von selbst herunter. Ein Detail, das bei günstigeren Anzügen oft fehlt und beim Tauchen für Frust sorgt.
Wir haben den Castoro über 40 Minuten in einem Baggersee bei rund 17 Grad Wassertemperatur getestet, zusätzlich zwei Tauchgänge im Mittelmeer bei etwa 23 Grad im Vergleich.
Im Mittelmeer bei 23 Grad bleibt der Anzug angenehm, kein Frösteln, auch nicht nach der vollen Tauchzeit. Genau hier liegt die Komfortzone des 5mm-Materials, Cressi selbst nennt diesen Bereich als Zielwasser für den Castoro.
Im Baggersee war das Bild anders. Nach etwa 15 Minuten merkten wir ein deutliches Kältegefühl an Handgelenken und Nacken, den Stellen mit der dünnsten Isolation.
Der Klett-Nackenverschluss dichtet gut ab, solange er fest sitzt, lässt aber bei Kopfbewegung und Nacken-Rotation minimal Wasser durch. Das ist kein Konstruktionsfehler, sondern die physikalische Grenze eines 5mm-Anzugs ohne zusätzliche Fleece-Lining.
Dieser Punkt kostet den Castoro im kalten Wasser am meisten: Er ist für temperierte Reviere gebaut, nicht für Baggersee-Bedingungen im zeitigen Frühjahr. Wer regelmäßig unter 18 Grad taucht, braucht entweder eine Halbtrockentauchanzug-Lösung oder zusätzliche Isolation darunter.
Neben unserem getesteten Herrenmodell in Schwarz/Blau führt Cressi den Castoro auch in zwei Damen-Ausführungen, jeweils mit angepasstem Schnitt für Büste und Hüfte statt der breiteren Schulterpartie der Herrenlinie.
Die Cressi Castoro Lady in Schwarz/Pink, Größe L/4 (219,99 €), richtet sich an Taucherinnen mit mittlerer bis kräftigerer Statur.
Die zweite Ausführung, Schwarz/Aquamarine in Größe XL/5, deckt das obere Ende der Damen-Größentabelle ab.
Material, Reißverschluss-Mechanik und Aquastop-System sind bei allen Ausführungen identisch, nur Schnitt und Farbe unterscheiden sich. Wer zwischen den Farben schwankt, sollte sich vor allem an der Cressi-Größentabelle orientieren, nicht am Design.
Der Castoro bewegt sich preislich im oberen Mittelfeld der 5mm-Einsteigeranzüge (Preis bei Amazon:). Für diese Preisklasse bekommst du einen YKK-Reißverschluss, geklebte und genähte Nähte sowie vorgeformte Beine.
Das sind Ausstattungsmerkmale, die sonst oft erst bei teureren Modellen auftauchen.
Gerechnet auf eine typische Nutzungsdauer von drei bis vier Tauchsaisons bei regelmäßigem Freizeiteinsatz ist das ein fairer Preis pro Saison, vorausgesetzt, du bewegst dich im vorgesehenen Temperaturbereich.
Für Vieltaucher in kälteren Revieren lohnt sich eher gleich die Investition in einen dickeren oder semi-trockenen Anzug, weil der Castoro dort seine Stärken nicht ausspielen kann.
Für die Zielgruppe Einsteiger mit Fokus auf Mittelmeer, Rotes Meer oder warme Baggerseen im Sommer ist das Preis-Leistungs-Verhältnis klar positiv.
Tiefstpreis: 199,99 €Höchstpreis: 199,99 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, darunter immer Preis-Leistung, jedes einzeln auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet, damit Ergebnisse über verschiedene Anzüge hinweg vergleichbar bleiben.
Für diesen Test haben wir vier Kriterien herangezogen: Passform, Verarbeitung, Wärmeleistung und Preis-Leistung. Grundlage ist ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz: die Vermessung nach Cressi-Größentabelle, 40 Minuten Schwimmen im Baggersee bei rund 17 Grad sowie zwei Tauchgänge im Mittelmeer bei etwa 23 Grad, dazu die Produktdaten des Herstellers.
Bei einem Einsteiger-5mm-Anzug wiegt die Wärmeleistung am schwersten, weil ein falsches Versprechen hier direkt zum abgebrochenen Tauchgang führt. Den Ausschlag bei unserer Bewertung gab der Nackenverschluss im kalten Wasser, Punkte eingebracht haben die präzise Passform und die solide Nahtverarbeitung.
Cressi Castoro Lady MONOPIECE Wetsuit Black/PINK 5mm L/4
CRESSI Castoro Lady MONOPIECE Wetsuit Black/Aquamarine 5mm XL/5Der Castoro ist eine gute Wahl für temperierte Reviere, aber nicht die einzige Option. Wer kälter taucht oder ein anderes Budget hat, sollte diese Modelle kennen.
Produkt | Unterschied | Für wen |
|---|---|---|
Cressi Ultraspan | Rubberisierte Brust, Aquastop-Klappe | Wer eine abriebfeste BCD-Auflage sucht |
Seac Feel | 3D-Branding, Powertex-Knie | Wer einen markanteren Look will |
ScubaPro Definition 5 | Schulterpolster, I-Straps für Computer | Wer gezielt kälteres Wasser taucht |
Die Cressi Ultraspan setzt stärker auf eine rubberisierte Brustpartie, die BCD-Gurte besser festhält als das glattere Neopren am Castoro. Dafür kostet sie etwas mehr Flexibilität in den Schultern.
Die Seac Feel bietet ähnliche Powertex-Verstärkungen wie der Castoro, punktet aber mit auffälligeren Grafik-Akzenten für alle, denen das dezente Design des Castoro zu schlicht ist.
Wer wirklich regelmäßig in kälteren Gewässern unterwegs ist, kommt an der ScubaPro Definition 5 kaum vorbei: Schulterpolster gegen BCD-Scheuern und Wrist-Straps für den Tauchcomputer sind Details, die der Castoro schlicht nicht mitbringt. Dafür liegt sie auch spürbar über dem Preisniveau des Castoro.
Die vier Kriterien zeigen ein klares Bild: stark in der Passform, solide in der Verarbeitung, limitiert bei der Wärmeleistung.
Für wen lohnt sich der Castoro? Für Einsteiger, die hauptsächlich im Mittelmeer, Roten Meer oder in warmen Baggerseen im Sommer tauchen, ist der Castoro eine ehrliche, gut verarbeitete Wahl mit präziser Passform.
Für wen nicht? Wer regelmäßig in kühleren Gewässern unter 18 Grad taucht, merkt die Grenze des 5mm-Materials schnell am Nacken und an den Handgelenken. Unser Fazit: solide Einsteiger-Referenz mit klarer Zielgruppe, kein Allrounder für jedes Revier.
Eine Frage zum Produkt oder eigene Erfahrungen? Kein Konto nötig - Name und Kommentar genügen. Jeder Kommentar wird vor der Veröffentlichung von uns gelesen.