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Oktober 2026

OrcaTorch D710 im Test: Wir haben den Schmalstrahl mit Luxmeter und Stoppuhr gegen die 3000-Lumen-Angabe geprüft, inklusive echter Laufzeit und Preis pro Tauchtag.
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
Beim Nachttauchgang oder im Wrack stellt sich fast immer dieselbe Frage: Reicht eine kompakte Lampe als einzige Lichtquelle, oder brauchst du sie nur als Rückversicherung in der Tasche? Genau in diese Lücke stellt sich die OrcaTorch D710.
Sie ist keine Flächenleuchte. Mit 6 Grad Bündelung ist sie als Schmalstrahl-Kompaktlampe gebaut, zum Anvisieren, Signalisieren und für gezielte Blicke in Spalten. Dazu kommt ein Turbo-Modus mit bis zu 3000 Lumen Herstellerangabe.
Unser Testurteil vorweg: Als das, was sie sein will, ein fokussierter Signal- und Spot-Strahl, überzeugt die D710 im Wasser. Wer eine breite Ausleuchtung sucht, greift besser zu einer anderen Bauform.
Unsere Bewertung basiert auf festen, gewichteten Kriterien, jedes auf einer Skala von 0 bis 100, die wir bei jeder Tauchlampe gleich anlegen: Lichtleistung, Laufzeit, Verarbeitung & Handhabung und Preis-Leistung.
Für die D710 haben wir den Turbo- und den High-Modus mit einem Luxmeter aus definierter Distanz gemessen und die Zeit bis zum ersten merklichen Helligkeitsabfall gestoppt, nicht bis zur völligen Erschöpfung des Akkus. Dazu kamen mehrere Tauchgänge im Freiwasser und ein Becken-Test für die Bedienung mit Handschuhen.
Am meisten wiegt bei einer Schmalstrahl-Lampe wie dieser die Lichtleistung, weil ihr ganzer Nutzen am engen Spot hängt. Ist der schwach oder ungleichmäßig, verliert das Konzept seinen Sinn.
Die Note der D710 wurde durch die solide Verarbeitung und den praktischen USB-C-Akku nach oben gezogen, durch die Lücke zwischen Turbo-Werbewert und echter Dauerleistung etwas gebremst. Grundlage ist ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz und die Produktdaten des Herstellers, keine fremden Bewertungen.
Die Werte stammen aus Herstellerangabe und eigener Nachmessung, dort wo wir selbst gemessen haben, steht es im Fließtext.
| Gewicht | 152 g (ohne Akku) |
|---|---|
| Maße | 154,9 x 36 mm |
| Beamwinkel | 6° |
| Lumen Turbo | 3000 lm (Herstellerangabe) |
| Reichweite | 308 m (Herstellerangabe, an Land) |
| Lichtstärke | 17204 cd (Herstellerangabe) |
| Akku | 21700, 5000 mAh |
| Ladeanschluss | USB-C am Akku |
| Wasserdichtigkeit | 150 m |
| Stoßfestigkeit | 1,5 m |
Die D710 steckt in einem Gehäuse aus A6061-T6-Aluminium mit hartanodisierter Oberfläche, konstruiert für Salzwasser und mechanische Belastung am Boot oder im Wrack.
Im Griffstück sitzt ein 21700-Li-Ion-Akku mit 5000 mAh, geladen über USB-C direkt am Akku, nicht über einen externen Ladeschacht.
Die Linse bündelt das Licht der Luminus-LED auf einen 6-Grad-Spot, das ist die eigentliche Designentscheidung hinter dieser Lampe.
Die D710 gibt es in fünf Gehäusefarben, technisch identisch.
| Schwarz | Standardfarbe |
|---|---|
| Rot | Gleiche Technik |
| Grün | Gleiche Technik |
| Blau | Gleiche Technik |
| Pink | Gleiche Technik |
Wir haben den Turbo-Modus mit dem Luxmeter aus kurzer Distanz gemessen. Der Kern des Spots ist blendend hell, das deckt sich mit der hohen angegebenen Lichtstärke von 17204 cd.
Der Turbo-Modus läuft laut Hersteller nur etwa eine Minute am Stück, bevor die Elektronik zurückregelt, danach bleibt der High-Modus mit 1700 Lumen Herstellerangabe aktiv. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen Marketingzahl und Dauerleistung: die 3000 Lumen sind ein kurzer Peak, kein Dauerwert.
Für den 6-Grad-Spot bedeutet das: Du bekommst einen sehr hellen, sehr engen Kegel, der auf 10 bis 15 Meter Entfernung noch klar als Fleck sichtbar ist. Zum großflächigen Ausleuchten eines Riffs oder einer Höhlenwand taugt dieser Kegel nicht, dafür ist er zu schmal.
Als Zeiger auf ein Detail, als Signal zum Buddy oder als Strahl, der sich durch trübes Wasser schneidet, funktioniert er sehr gut. Im direkten Eindruck: Auf High, mit 1700 Lumen, bleibt die D710 für die meisten Nachttauchgänge komfortabel hell, ohne dass du ständig im Turbo fahren musst.
Die Herstellerangabe nennt 1 Stunde 40 Minuten auf High. Wir haben die Lampe im Wasserbecken auf High laufen lassen und die Zeit bis zum ersten spürbaren Helligkeitsabfall gestoppt, nicht bis zum vollständigen Erlöschen.
Dieser Abfall kam in unserem Test früher als die Herstellerangabe vermuten lässt, der Strahl blieb danach noch nutzbar, aber merklich schwächer. Für einen typischen 45- bis 60-minütigen Nachttauchgang reicht die Kapazität trotzdem komfortabel, auch wenn man den Turbo zwischendurch kurz nutzt.
Die Bedienung läuft über den seitlichen Titanknopf: ein Druck schaltet durch High, Middle und Low, Halten aktiviert den Turbo. Mit dicken Handschuhen lässt sich der Knopf gut ertasten, weil er leicht erhaben sitzt.
Die Lock-Funktion (fünf Sekunden halten, Doppelblinken als Bestätigung) verhindert ein versehentliches Einschalten im Gepäck, das haben wir bewusst vor jedem Transport genutzt.
Das Aluminiumgehäuse fühlt sich im Test robust an, die Eloxierung zeigt nach mehreren Einsätzen keine Kratzer, die bis aufs Metall gehen.
Der Akkuwechsel ist einfach: Kopf abschrauben, Akku herausziehen, neuen einsetzen, keine losen Kleinteile, die man im Dunkeln verlieren könnte.
Das USB-C-Laden direkt am Akku spart einen externen Ladeschacht, du lädst die Zelle wie eine Smartphone-Powerbank. Das ist praktischer als Systeme mit separatem Ladekäfig, wie man sie bei manchen Konkurrenzlampen findet.
Im Formfaktor ist die D710 kompakter als viele Primärlampen, aber etwas länger als reine Backup-Stifte wie die Light & Monkey Mini. Für eine Lampe mit so viel Lichtstärke ist das ein gutes Verhältnis aus Größe und Leistung.
Bei 159,95 € für die D710 (Preis bei Amazon) und einer realistischen Lebensdauer von geschätzt 150 Tauchtagen landest du bei deutlich unter einem Euro pro Tauchtag.
Selbst wenn du nur die Hälfte davon tatsächlich nutzt, bleibt der Wert klar unter zwei Euro pro Einsatz.
Gemessen an der Aluminium-Verarbeitung, dem austauschbaren 21700-Akku und der engen, kräftigen Strahlleistung ist das ein fairer Gegenwert, solange du weißt, wofür die Lampe gebaut ist. Wer eine Flächenleuchte für denselben Preis erwartet, wird enttäuscht, wer einen Signal- und Spot-Strahl sucht, bekommt hier spürbar mehr Lichtstärke als bei vielen günstigeren Backup-Lampen.
Tiefstpreis: 159,00 €Höchstpreis: 159,95 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Wer statt eines engen Spots eine breitere Ausleuchtung oder deutlich mehr Rohleistung sucht, findet im Umfeld der D710 einige Alternativen mit anderem Schwerpunkt.
Produkt | Unterschied zur D710 | Für wen |
|---|---|---|
OrcaTorch D900V | Breiterer Flutwinkel für Video | Wer filmt statt nur zu signalisieren |
OrcaTorch D620 | Kompaktere Backup-Lampe, weniger Lumen | Wer nur eine kleine Reserve sucht |
OrcaTorch Seahorse 3 | Höhere Rohleistung, größeres Gehäuse | Wer eine Primärlampe mit mehr Fläche will |
Die D900V ist als Videolicht mit breiterem Winkel konzipiert, das zahlt sich aus, wenn du Aufnahmen machst statt nur zu signalisieren. Dafür verlierst du die punktgenaue Reichweite des 6-Grad-Spots.
Die D620 ist kleiner und günstiger, aber auch deutlich schwächer, eine reine Notfall-Backup-Option ohne Anspruch auf Primärlicht.
Die Seahorse 3 bringt mehr Rohleistung über eine größere Fläche, dafür wird sie als Backup in der Tasche unhandlicher als die D710.
Die OrcaTorch D710 ist eine starke Schmalstrahl-Lampe für Signale, Details und punktgenaues Anvisieren, kein Ersatz für eine Flächenleuchte.
Für dich, wenn: du eine robuste Backup-Lampe mit echter Primär-Reserve suchst, oder gezielt einen engen, weitreichenden Strahl brauchst.
Nicht für dich, wenn: du eine Lampe zum großflächigen Ausleuchten von Riff oder Höhle willst. Dann bringt der enge 6-Grad-Spot keinen Vorteil.
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