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Oktober 2026

Scubapro Hydros Pro im Test: Monprene-System, 18 Liter Auftrieb und Damen-Schnitt. Wir zeigen, wie stabil es im Wasser wirklich liegt.
Wie wir testen, steht in So testen wir Tauchausrüstung.
Ein Reisejacket soll leicht ins Gepäck passen und trotzdem wie ein vollwertiges BCD tauchen. An diesem Widerspruch scheitern viele Modelle mit 12 oder mehr Litern Auftrieb, weil sie im Wasser wackelig liegen.
Das Scubapro Hydros Pro positioniert sich genau in dieser Lücke. Monprene statt klassischem Gewebe, ein modulares Baukastensystem und 18 Liter Auftrieb sollen beweisen, dass sich Reisetauglichkeit und echte Tarierleistung nicht ausschließen.
Unser Urteil nach vier Wochen und rund 20 Tauchgängen im Roten Meer: Das Hydros Pro hält dieses Versprechen für die meisten Taucher ein, ist aber mit gut 4 kg kein Leichtgewicht, wie sein Ruf es verspricht.
Scubapro kombiniert beim Hydros Pro zwei Materialien: robustes Cordura-Gewebe und das gummiartige Monprene, das hier erstmals in einem Tarierjacket zum Einsatz kommt. Monprene übernimmt Rückenplatte, Schultergurte und die Aufnahmen der Bleitaschen.
Das Ergebnis ist ein Jacket, das sich eng an den Körper schmiegt und schnell trocknet, weil das Material kaum Wasser aufnimmt.
Die wichtigsten Messwerte und Herstellerangaben im Überblick, bevor es an die Praxis geht.
| Material | Cordura + Monprene |
|---|---|
| Auftrieb | ca. 18 Liter |
| Gewicht komplett | ca. 4 kg inkl. Bleitaschen |
| Gewicht ohne Blei | ca. 3 kg mit einfachem Bauchgurt |
| Bleitaschen Bauch | 2 x 4 kg (Schnellabwurf) |
| Trimmbleitaschen | 2 x 2 kg (nicht dumpbar) |
| Bleikapazität gesamt | 12 kg |
| Flaschengurt | SuperCinch Schnellverschluss |
| D-Ringe Metall | 6 Stück |
Das Hydros Pro gibt es auch als Herrenversion mit eigenem Schnitt und Zubehörumfang.
| Modell | Scubapro Hydros Pro Herren, Schwarz |
|---|---|
| Preis | 719,99 € |
| Unterschied | Längerer Inflatorschlauch, geradere Schultergurte |
| Zielgruppe | Männlicher Körperbau, breitere Schultern |
Das Monprene fühlt sich an Land zunächst ungewohnt an: Es gleitet nicht wie Stoff über die Schulter, du musst die Gurte bewusst weit öffnen. Nach wenigen Tauchgängen war das für uns kein Thema mehr.
Der SuperCinch-Verschluss überzeugt uns am meisten im gesamten Handling. Die Flasche sitzt nach dem Umlegen der Metallschnalle bombenfest, ein Nachjustieren während des Tauchgangs brauchten wir nie.
Weniger überzeugend sind die D-Ringe. Mit 6 Metallringen ist genug Fläche zum Anclippen vorhanden, doch sie sind klein ausgefallen. Eine Kamera oder die Boje am Ende des Tauchgangs rasch per Karabiner zu sichern, braucht spürbar mehr Übung als beim Aqualung Rogue.
Die Luftblase des Hydros Pro verjüngt sich nach oben, und genau das macht im Wasser den Unterschied. An der Oberfläche drückt uns das Jacket nicht wie viele Wings nach vorn, sondern hält den Kopf zuverlässig über Wasser.
Unter Wasser sorgt das dreiteilige Bungee-System für eine kontrollierte Luftverteilung in der Blase. Mit wenig Füllung bleibt das Profil flach und kompakt.
Bei voller Befüllung liefert das Jacket trotzdem spürbar mehr Lift, als man einem Reisejacket mit nur 4 kg Eigengewicht zutrauen würde.
Die horizontale Trimmlage im Tauchgang war für uns das überzeugendste Detail am ganzen Hydros Pro. Sie blieb über rund 20 Tauchgänge hinweg ruhig, ohne Kippeln zur Seite, selbst mit asymmetrisch montierter Kamera. Dieses Verhalten bei der Luftverteilung erklärt, warum das Jacket trotz Kompaktheit so stabil bleibt, und wir greifen es bei der Preis-Leistung und in der FAQ noch einmal auf.
Mit gut 4 Kilogramm inklusive Bleitaschen wiegt das Hydros Pro spürbar mehr, als der Ruf als Reisejacket vermuten lässt. Selbst mit einfachem Bauchgurt ohne Bleisystem bleiben noch etwa 3 Kilogramm übrig.
Trotzdem lässt es sich durch die flexiblen Monprene-Teile sehr klein zusammenfalten, kleiner als es das Gewicht erwarten lässt. In unserer 95-Liter-Reisetasche nahm es spürbar weniger Platz weg als vergleichbare Jackets mit klassischem Gewebe.
Hier zeigt die Hydros Pro 2 ihre Stärke. Die neue Ergo-Lite-Rückenplatte ist laut Hersteller 25 Prozent leichter als beim Original.
Zusätzlich faltet das Smart-Pack-Design der Hydros Pro 2 die Gurte flach in den Wing ein. Wer das Gewicht als wichtigstes Kriterium einstuft, bekommt damit den klareren Fortschritt.
Für alle, die das Original gebraucht oder zum reduzierten Preis finden, bleibt das Packmaß des Hydros Pro aber immer noch besser als bei den meisten Jacket-Style-BCDs wie dem Cressi Emperor.
Tiefstpreis: 750,00 €Höchstpreis: 939,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Das Scubapro Hydros Pro Woman kostet aktuell 939,00 €. Für ein Premium-Reisejacket mit Monprene-Konstruktion und modularem Reparatursystem ist das ein nachvollziehbarer Preis, kein Schnäppchen.
Was den Aufpreis gegenüber einfacheren Jackets wie dem Aqualung Rogue rechtfertigt, ist die Langlebigkeit durch BC-4-Life: Verschlissene Schultergurte oder Schnallen lassen sich einzeln tauschen, ohne das ganze Jacket zu ersetzen.
Über mehrere Jahre gerechnet relativiert das den hohen Einstiegspreis.
Wer nur gelegentlich im Urlaub taucht, bekommt mit leichteren Reisejacketts wie dem Zeagle Zena günstiger einen ähnlichen Reisekomfort. Die stabile Wasserlage durch das Bungee-System fehlt dort allerdings.
Für ambitionierte Taucher mit vielen Tauchgängen pro Jahr überzeugt uns das Preis-Leistungs-Verhältnis klar.
Unsere Bewertung basiert auf einem festen Kriterienkatalog mit gewichteten Kategorien, darunter immer Preis-Leistung, jede von 0 bis 100 Punkten, nach derselben Skala für jedes Jacket, das wir testen.
Wir sind das Hydros Pro Woman über vier Wochen und rund 20 Tauchgänge im Roten Meer gefahren, von flachen Riffen bis zu tieferen Abschnitten an Wandriffen. Getaucht wurde jeweils mit 5 mm Neopren und voller Bleikonfiguration aus 8 kg Blei in Bauch- und Trimmtaschen.
Für diese Produktklasse wiegt bei uns die Wasserlage am schwersten. Ein Reisejacket, das im Wasser kippelt, macht den Transportvorteil sofort wett.
Genau hier hat das Hydros Pro mit der sich verjüngenden Luftblase und dem Bungee-System die meisten Punkte geholt, während das Gewicht von gut 4 kg als Reisejacket die Note beim Kriterium Reisetauglichkeit gedrückt hat.
Grundlage der Bewertung sind ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz und die Produktdaten von Scubapro.
Wer vor dem Kauf noch vergleichen will, findet im Premium-Segment einige ernstzunehmende Optionen mit jeweils eigenem Schwerpunkt.
Produkt | Besonderheit | Für wen |
|---|---|---|
Cressi Emperor | Leichter und kompakter im Packmaß | Wer Packmaß über alles stellt |
Aqualung Rogue | Starke Gurt-Individualisierung | Wer viel Zubehör anbringen will |
Zeagle Zena | Corset-Harness, sehr verstellbar | Wer körpernahen Damen-Schnitt sucht |
Das Cressi Emperor ist leichter und lässt sich noch kompakter verstauen, bietet aber nicht die Monprene-Haptik und keine Travel-Harness-Option wie das Hydros Pro.
Das Aqualung Rogue spielt preislich in derselben Liga und punktet bei der Individualisierung der Gurte, kommt aber ohne das modulare BC-4-Life-Reparatursystem aus.
Der Zeagle Zena setzt auf einen Corset-Harness mit sehr feiner Einstellbarkeit, liegt dabei aber weniger ruhig im Wasser als das Hydros Pro mit seinem Bungee-System.
Scubapro HYDROS Pro Herren, BPI/Schwarz/SDas Hydros Pro Woman liefert im Wasser, was ein Reisejacket selten schafft: eine wirklich ruhige, horizontale Trimmlage bei vollwertigem Auftrieb von 18 Litern. Das Monprene-Material und das modulare BC-4-Life-System machen es zudem langlebig statt wegwerfbar.
Wer wirklich jedes Gramm im Koffer zählt, schaut sich eher die leichtere Hydros Pro 2 an. Auch das Cressi Emperor ist eine Alternative fürs Packmaß.
Für Taucher mit vielen Tauchgängen pro Jahr, die Stabilität im Wasser über das letzte Gramm stellen, ist das Hydros Pro Woman eine klare Empfehlung.
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